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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

endlich Jonb ein Herz und hielt ihm mit scharfen Worten dieUndankbarkeit vor, die er durch seine Trauer gegen seine Kriegerbeging:Du beschämst heute Deine Diener, die Dich und dieDeinigen gerettet haben, indem Dn Deine Feinde liebest und DeineFreunde hassest. Du verräthst damit, daß Dir an Deinen Führernund Dienern nichts liegt, daß es Dir vielmehr lieber gewesen wäre,wenn Absalom noch lebte und wir alle als Leichen dalügen".

Joab fügte noch eine Drohung hinzu, um den König ausseinem Schmerze zu reißen: Wenn er sich nicht sobald den Kriegernzeigte, sie nicht mit freundlichen Worten anredete, so würden seineGetreuen sämmtlich ihn noch in derselben Nacht verlassen, und erwürde hilflos Zurückbleiben. Diese scharfen Worte des rauhen, abertreuen Joab bewogen David, sich zu ermannen und sich dem Volkezu zeigen.

Von Absalom blieb nur eine Spur zurück. Sein Leichnamwurde in dem Walde Rephaim in eine Grube geworfen, und eingroßer Steinhaufen darüber gedeckt. Er hinterließ keinen Sohn, sondernnur eine schöne Tochter; drei Söhne, die ihm geboren worden waren,hatte der Tod noch vor seiner Empörung hinweggerafft r), als sollte demkein Sohn bleiben, der seinem Vater nach dem Leben trachtete. Er hattesich aber während seiner kurzen Regierung bei Jerusalem im Königs-thale ein prachtvolles Grabmal errichtetdas Denkmal Absa-lom's^s genannt, das seinen Namen verewigen sollte; er hat nurseine Schande verewigt. Aber seine Unthaten ließen mehr Spurenin der Geschichte zurück. Nach Beendigung des Krieges gedachteDavid nach Jerusalem zurückzukehren; allein aufzwingen wollte ersich den Stämmen nicht, sondern abwarten, bis sie reuig wieder zuihm zurückkehren und ihm huldigen würden. Auffallender Weisewar gerade unter den Nordstämmen zuerst eine günstige Um-

Samuel II, 14, 27; 18, 18.

2) Man zeigt noch gegenwärtig im Thalc Kidron gegenüber der Moschee elHaram ein Denkmal Absalom's. Sepp behauptet, dieses Pyramidion zeige uralteBauart lJernsalcm I, S. 223 fg.s. Josephus giebt indes; an, Absalom's Denk-mal sei eine marmorne Stele gewesen, und habe 2 Stadien <1200 Fuß> vonJerusalem entfernt gestanden <Alterth. VII, 10, 3s, giebt aber weder die Rich-tung an, noch ob es zu seiner Zeit vorhanden gewesen. Jedenfalls folgt daraus,daß das pr>", Königsthal, das mit niw pri" idcntificirt wird (Genesis14,17), wo das Denkmal errichtet war, bei Jerusalem zu suchen ist, und nichtirgendwo im Norden am Jordan.