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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Absalom's Untergang.

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Truppen dagegen wie ein Mann standen. Mehr noch als dasSchwert richtete der Wald Verderben unter ihnen an. ZwanzigTausend Krieger sollen in demselben geblieben sein. Auch fürAbsalom ward der Wald Rephaim verderblich. Mit seinem langenHaar, aus das er so eitel war, blieb er am Ast einer großen Eichehängen, nnd das Maulthicr, das er ritt, trabte davon. Währender krampfhaft arbeitete, sich los zu machen, traf ihn ein Kriegervon David's Heer, wagte aber nicht selbst Hand an ihn zu legen,weil der König dessen Schonung anbefohlen hatte; er meldete esaber Joab. Dieser eilte mit zehn Waffenträgern ans den Baumzu, wo Absalom zwischen Himmel und Erde schwebte, und stach ihmdrei Speere in die Brust. Es war eine eigene Fügung, daß Joabselbst dem den Todesstoß versetzen sollte, den er früher begünstigtund dadurch dessen Empörungsplan unwillkürlich gefördert hatte.Joab ließ sofort mit dem Horne das Zeichen sür das David'ischeHeer geben, den Kampf einzustellen, und die Absalomiten, welcheden Untergang ihres Königs erfuhren, lösten sich in Flucht aufund setzten über den Jordan.

Der zweite Bürgerkrieg während David's Regierung, der umso unnatürlicher war, als auf der einen Seite ein Vater und aufder andern Seite ein Sohn stand, war damit zu Ende.

Die Nachwehen desselben waren ebenfalls traurig. Zunächstgalt es, David die Siegesbotschaft zukommen zu lassen, und daswar ein peinliches Geschäft; denn Jedermann wußte, daß Davidschmerzlich vom Tode seines, wenn auch entarteten Sohnes berührtsein wird. Joab sandte daher einen Aethiopier, der zu David'sDienerschaft gehörte, ihm die Meldung zu hinterbringen. Voneinem Solchen erwartete Niemand die Schonung des Gefühls.David erschrak bei der Botschaft, weinte nnd schluchzte und riefein Mal über das andere:Mein Sohn, mein Sohn Absalom,ich wollte, ich wäre an Deiner Statt gefallen!" Die Tiefe einesBaterherzens ist unergründlich. Er betrachtete Absalom vielleichtmehr als Verführten, den Achitophel umgarnt und zur Empörunggetrieben habe.

Die Krieger wagten nicht als Sieger in Machanaim einzu-ziehen, sondern schlichen hinein, als schämten sie sich wie nach einerNiederlage. David mochte Niemanden sehen und sprechen, sondernjammerte unaufhörlich um den Tod seines Sohnes. Da faßte sich