Druckschrift 
1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
Entstehung
Seite
271
Einzelbild herunterladen
 

Die Volkszählung.

271

fähigen Volkes übertrug der König seinem Oberfeldherrn Joab undanderen Heerführern. Sie begannen die Zählung im jenseitigenLande von Aroer am Ufer des Flusses Arnon, von da begabensie sich nach Jaeser und nach Gilead bis an den Fuß des Hermon,besuchten Dan und Jjon, durchzogen dann die Städte der Nord-stämme und durchstreiften das Land bis Beerseba^). Wahrscheinlichist in den Vororten der Stämme die Zählung vorgenommenworden. Diese dauerte wegen des langen Aufenthaltes neunMonate und zwanzig Tage. Aus den überlieferten Zahlenwenn sie genau sind?) würde sich ergeben, daß das ganze Land

I, 300,000 kriegsfähige Jünglinge und Männer stellen konnte undeine Bevölkerung von 4,000,000 hatte.

Diese Volkszählung erwies sich aber als ein Mißgriff, denDavid schwer büßen mußte. Sie erregte auf außerordentliche Weisedie Unzufriedenheit des Volkes. An sich selbst war sie mißliebig,weil sie eine Aushebung zu einem langwierigen Kriege in Aussicht

h Die Localitäten, welche Joab und seine Genossen zum Zwecke der Volks-zählung berührt haben (Sam. das. 24, 57), sind sehr dunkel gehalten; es liegtam Texte. Da Aroer zuerst genannt ist, so ist der Anfang der Zählung mitden jenseitigen Stämmen gemacht worden. Denn Aroer lag am Ufer des Arnon,ein Theil der Stadt lag aber innerhalb des Thalcs; sie bildctcte die Grenzezwischen Moab und den Israeliten, speciell den Reubeniten. Es wird öfterdarauf hingewicsen, daß die Stadt im Thale auch zu Israel gehörte (Josua12, 2; 13,9): hnrn -sinn -Iwx NNSN1 sit-ix hni NSW Hs NM NS1NSS.Folglich muß man an unserer Stelle statt -nsn lesen -sinn nwx n^nn snbniN, vergl. Deuter. 2, 36. Das darauf folgende nin hängt mit diesem Passusnicht zusammen, sondern setzt eine Kürzung voraus insn ->nn innn^i oder ixn^i->n^n n-in hx. Das darauf folgende ninn scheint noch im Gaditischen Gebietegelegen zu haben (Numeri 21, 32; 32, 3). Unter nnshsn ist das Gebiet desjenseitigen Manasse zu verstehen. ->w-in nnnnn s^nx hxi ist schon von Andernrichtig in nn nnn s^-ix aufgelöst worden, d. h. die Volkszähler kamen in

das nördlich-danitischc Gebiet am Abhange des Hermon, nämlich ns hssund Dan; nsnn ist eben Dan. Das folgende ->s-> ist wohl si^s (Könige 1,15,20;

II, 15, 29). si-wx hx ist dunkel, da Sidon nicht zum israelitischen Ge-

biete gehörte. nx-nxss kann aus demselben Grunde nicht Tyrus sein, sonderneine Stadt dieses Namens im Gebiete Ascher's (Josua 19, 29): n^-nxss nns ns;I-XX. geben es richtig wieder durch Unter ''tsrvni »nrin ist das

naphtalitische Gebiet zu verstehen. Es fehlen aber in diesem Verzeichnisse dieStädte in der Ebene Jesreel, dann die von Manasse, Ephraim und Benjamin.Zu r>sw nxs nninw sss hx ixx^i muß ergänzt werden ssw nxs ns.

2) Die Zahlen differiren in Samuel und Chronik.