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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Aegypten. Vor David's Zeit war Aegypten unter drei Herrscher-familien getheilti); eine derselben hatte ihren Sitz in Tanis(Zoan). Um ihre Macht zu vergrößern, richtete einer der letztenKönige der tanitischen Dynastie (Psnsennes) sein Augenmerk aufdas benachbarte Land, zunächst auf den Küstenstrich, wo die Phi-lister wohnten 2). Es war zu befürchten, daß er auch das LandIsrael mit Krieg überziehen würde. Um dem zuvor zu kommen,rüstete David. Schon hatte er neue Soldtruppen angeworben;sechshundert Chithiter und ihr Führer Jtar, welcher aus ganzbesonderer Bewunderung unwandelbare Anhänglichkeit an Davidbekundete, waren aus Gath bei ihm cingetrosfenb). Der Königwollte auch die Zahl der waffenfähigen Männer von zwanzigJahren und darüber sümmtlicher israelitischer Stämme wissen, umzu bemessen, ob er mit ihnen einen voraussichtlich schwierigen undlangwierigen Krieg unternehmen könnte. Die Zählung des waffen-

y Brugsch, bistoirs cl'UK^pts p. 213.

2) Könige I, 9, 16 ist erzählt, daß Pharao die Stadt Geser sGazer; erobertund verbrannt und sie seiner Tochter, Salomo's Frau, zum Brautgeschenk ge-macht. Um Geser zu erobern, das im Binnenlands lag so. 87), mußte Pharaoganz oder doch einen Theil von Philistäa durchzogen und es unterworfen haben,wahrscheinlich noch eh e er seine Tochter Salomo gegeben hatte, noch zu David'sZeit. Dieser Pharao war Psuscnnes svcrgl. weiter Kapitel 9s; er hat nochmehrere Jahre vor Salomo den Thron bestiegen, da sein Nachfolger ScheschenklSchischaks noch zu Salomo's Zeit den Thron bestieg lvergl. weiter Kap. 10gegen Ende), und 35 Jahre regierte.

3> Sam.II, 15,1821. Jta'i und die 600 waren kurz vor Absalom'sEmpörung zu David gekommen; es folgt aus dem Ausdrucke!

Wozu? Es ist nur denkbar, wenn David Kriegsrüstungen vorgehabt hat. Auchdie Volkszählung hängt mit den Rüstungen zusammen. Aus Sam. das. 24, 8und Parall. Chronik geht mit Entschiedenheit hervor, daß nur Kriegsfähigegezählt wurden! vsi-w w-x. David wollte also durch eine Zählung er-fahren, über wie viel Waffenfähige er disponiren könnte. Die Volkszählung undJtaks Ankunft in Jerusalem mit den 600 stehen demnach im Zusammenhänge;beides war Vorbereitung zu einem Kriege und zwar zu einem Kriege ingrößeren Dimensionen. Da nun die Nachbarvölker dies- und jenseits bis zumEuphrat tributpflichtig waren, so kann die Zurüstung nur gegen Aegypten ge-richtet gewesen sein. Andererseits erfolgt auch daraus, daß die Volkszählungkurz vor Absalom's Empörung vorgenommen wurde, weil eben Jtaikurz vor derselben eingetroffen war. Daher ist die Unzufriedenheit des Volkesmit David und der Abfall von ihm erklärlich, die Volkszählung hat eben, dieUnzufriedenheit erzeugt. Vergl. Chronik I, 26, 31.