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Geschichte der Juden.
Zadok in Gideons. Es verstand sich von selbst, daß David, einZögling der Levitenchöre und selbst Dichter und Tonkünstlcr, nachdem Vorgang Samuel's Psalmen mit Chören beim feierlichenGottesdienste eingeführt wissen wollte. Er selbst dichtete Lobpsalmenfür Gelegenheiten, wenn sein Herz durch Siege über die Feindeoder durch andere glückliche Erfolge sich zum Dank gegen Gotterhoben fühlte und in dichterischen Schwung versetzt wurde. BonDavid's Psalmen haben sich zwar nur äußerst wenige erhalten; aberdaß er solche hinterlassen hat, folgt aus dem Umstande, daß dieNachwelt ihm den größten Theil der Psalmensammlung beigelegt hat.Er hat wohl das Muster für diese innige und erhebende Dichtungs-art geschaffen. Neben dem königlichen Psalmendichter werden nochzeitgenössische Dichter und Tonkünstler genannt: Aßaph, Heman,ein Enkel Samuel's, und Jcduthnn. Von ihnen stammten dieAßaphiden und die Korachiden Zions Loraeb), welche nebenDavid in der Psalmenliteratur einen klangvollen Namen haben.David traf die Einrichtung, daß Aßaph und sein Chor den psalmi-stischen Gottesdienst bei der Bundeslade in Jerusalem leitete, undseine beiden Kunstgenüssen Heman und Jeduthun dieselbe Funktionvor dem Altar in Gibeon versehen sollten^. Samuel's Schöpfungeines geistigen Gottesdienstes erhielt durch David eine dauerndeGrundlage, und obwohl auch er dem Opferwesen huldigte, so führteer doch neben diesem die auf das Gemüth wirkende und veredelndeGottesverehrung durch Psalmen als gleichberechtigt ein. Zur Zeit,als bei den übrigen Völkern der Erde die Dichtkunst noch kaumerwacht war, bildete sie bereits in Israel einen Hauptbestandtheildes Gottesdienstes.
Wie David nach der religiösen Seite der Begründer einesheiligenden Gottesdienstes war, so war er auch nach der sittlichenSeite der Schöpfer eines auf Gerechtigkeit begründeten Staatswesens.Er selbst saß zu Gerichte, hörte unermüdlich die Streitigkeiten Ein-
tz Das. 8, 17 swo statt ',2 gelesen werden muß -,r^2x
^i-s^nx Chronik I, 16, 39.
2> Folgt aus Chronik das. 16, 37 und 40—41. Von dem Umstande, daßAßaph in Jerusalem unter Aufsicht des Königs den Gottesdienst geleitet Hatzwird von ihm ausgesagt, das. 25, 2: r>vx. Zum Theil in
Widerspruch damit steht sdas. 6,16—18!, daß Heman als Chorage neben Aßaphvor der Bnndeslade seit ihrer Aufstellung bis zum Tempelbau fungirt hätte.