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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

die er zum zweiten und dritten Male nach Rama oder nach Näuathabgesandt hatte. Und als er selbst in Näuath eintraf, wurde aucher von den Gesängen und dem Saitenspiel so berauscht, daß er inVerzückung zur Erde fiel, in Raserei seine Kleider auszog und indiesem Zustande einen Tag und eine Nacht verblieb. Von dieserScene soll sich das Spottwort gebildet haben:Auch Saul unterden Propheten?"

Sobald David's Zufluchtsort bekannt war, mußte er auch dieNähe Samuel's meiden. Aber wo sollte er sich bergen? Ueberallim Lande konnte ihn des Königs Hand erreichen. Saul scheintindeß beruhigter aus Rama zurückgekehrt zu sein, und von demVorfall nicht gesprochen zu haben, als wenn alles im alten Geleisegeblieben wäre. Diese ruhige Stimmung des Vaters scheintJonathan benutzt zu haben, um abermals eine Versöhnung zwischendem Vater und dem Freunde herbeizuführen. Er kam mit Davidheimlich in der Nähe von Gibea zusammen, um ihn zu besänftigenDavid war dieses Mal vorsichtiger, er sagte nur unter der Be-dingung zu, die Hand zum Frieden zu bieten, wenn Jonathan alleFalten des Herzens seines Vaters durchforscht und gefunden habenwürde, daß die letzte Spur des Hasses daraus verschwunden sei.Indeß, wie Jonathan nur den Versuch machte, ein günstiges Wortvon David in Gegenwart des Vaters zu sprechen, gerieth dieserwieder in Wuth, nannte ihn einen verworfenen Sohn, der zurSchande seiner Mutter mit seinem Feinde im Bunde sei, und alsdieser den Versuch machte, zu David's Gunsten zu sprechen, schleu-derte Saul den Speer auch nach dem Sohne. Jonathan gabdarauf David in seinem Verstecke lallt verabredeter Zeichen einenWink, sich aus dem Staube zu machen. Beide nahmen unterThränen Abschied von einander.

David fühlte sich vogelfrei. Er wußte, daß Saul's Haß nichtruhen werde, ihn zu verfolgen. Wohin sollte er seine Schrittelenken? Im Lande durfte er sich nicht blicken lassen. Er faßtedaher den Entschluß, eine Zuflucht bei dem Philisterkönig Achischzu suchen, der, so dachte er, froh sein werde, ihm Gastfreundschaft zugewähren, um einen gefährlichen Gegner zu entwaffnen und vor

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Jonathan die Zusammenkunft für eine mögliche Aussöhnung veranlaßt hat.Der Passus scheint im Anfang von Kap. 20 zu fehlen.