Die Bundeslade im Priesterlande.
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dient i), gelitten. Durch den Untergang des Heiligthums, dasunter Eli angefangen hatte Sammelort zu werden, schien auch jedeBereinigung abgeschnitten, namentlich mit den nördlichen Stämmen,welche dem unglücklichen Ausgang des ernsten Kampfes mit denPhilistern ferngeblieben waren.
Die Philister glaubten nicht anders, als mit der Gefangen-nahme der Bundeslade, des vermeintlichen Schutzmittels derIsraeliten, und der Zerstörung des Heiligthums auch den Schutz-gott des israelitischen Volkes überwunden zu haben. Bald aberwurden sie unangenehm aus dieser Täuschung geweckt. Sobald siedie Bundeslade in die nächstgelegene Stadt Aschdod gebracht hatten,wimmelte es im Philisterlande von Feldmäusen, welche die Saatenzerstörten. Die Einwohner dieser Stadt litten noch besondersan einer häßlichen Krankheit an einem geheimen Körpertheile. Außer-dem soll auch ihr Götzenbild Dagon, in dessen Tempel die Bundes-lade als Siegeszeichen aufgestellt war, wiederholentlich von seinemGestelle auf den Boden gefallen sein. Ob dieser Plagen verzweifelt,sandten die Aschdoditen die Bundeslade nach der nächsten StadtGath; aber auch diese wurde zur selben Zeit von derselben Plageheimgesucht und ebenso die Stadt Ekron, wohin die Bundeslade spätergebracht wurde. In der Angst beschlossen die philistäischen Fürstenauf den Rath der Priester und Zauberer die erbeutete Bundesladenach ihrer Heimath zurück zu senden und zugleich Sühnegeschenke,goldene Abbildungen der Mäuse und der Geschwüre, mitzugeben2).
Ps. das. Vers 9 fg. und Vers 67.
2) Die Erzählung von den Plagen der Philister beruht ohne Zweifel aufeinem Factum. In Herodot findet man Belege genug dafür, daß die altenVölker ähnliche Plagen als Strafen einer beleidigten Gottheit betrachteten, und,um sie abzuwenden, dem Tempel derselben Sühnegelder und Wcihgeschenke zu-sandten. Die Erzählung vom Dagon dagegen scheint auf einer gottesdienstlichenSitte zu beruhen. Der Text ist nicht ganz corrcct. In Samuel I, 5, 6 mußvor n-wiIZ Mi VMM M ergänzt werden: irnnwti 2 M 2221 , wie es auch I^XXzum Theil haben. Ebenso muß in V. 6,1, der zu kurz gehalten ist, etwas fehlen,das sich durch b,xx ergänzen läßt: ^ «ör-br- MM PMWN1
VM 22 L, sonst wäre es auffallend, daß von Mäusen die Rede ist, die vorher nichterwähnt wurden. In Vers 6,18 muß gelesen werden: MMN vsv vsi MM vms'121 IM ",MNi vwMi i-vrs Mi. Den völligen Gegensatz zu
einer festen Stadt bildet ein Hirtenthnrm, Könige II, 17, 9; 18, 8.
Graetz, Geschichte der Juden. I. 10