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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden-

Sieben Monate war die Bundeslade bei den Philistern ge-blieben; dann legten sie dieselbe auf einen Wagen mit zwei jungenKühen bespannt, und gaben auch die Weihegeschenke bei- Dabei soll einWunder geschehen sein, daß die Kühe von selbst die Richtung nachdem israelitischen Lande einschlugeu, gerades Weges bis an die ersteGrenzstadt Betschemesch gingen und dort still hielten. ' Die Ein-wohner dieser Stadt waren gerade mit der Weizenernte beschäftigt,als sie unerwartet das Heiligthum auf dem Wagen sich nähernsahen. Es war ein freudiger Anblick für sie. Leviten, welche imOrte anwesend waren, hoben sie vom Wagen und setzten sie aufeinen großen Stein, der später noch als Wahrzeichen gezeigt wurde.Allein auch unter den Einwohnern von Betschemesch brach einePest aus, welche Viele hinraffte, und sie schrieben diese Plage derAnwesenheit der Bundeslabe zu, weil sie von ihnen nicht mit dergebührenden Scheu betrachtet und behandelt worden sei. Sie be-schlossen daher, sie nach der benachbarten benjamitischen StadtKirjat-Jearim übersiedeln zu lassen. Die Einwohner dieser Stadtnahmen sie, die zugleich verehrt und gemieden wurde, gern auf,stellten sie auf einem Hügel, der zum Hause eines Abinadabgehörte, auf und bestellten dessen Sohn El safer*) als Hüterderselben. Die Bundeslade rückte dem Orte näher, wo sie einedauernde Stätte finden sollte.

Für den Augenblick war sie gewissermaßen verwaist; denn zueinem Mittelpunkt des Cultus scheint sich die Waldstadt, oder derin ihrer Nähe gelegene Hügel nicht geeignet zu haben, vielleichtdeswegen, weil auf demselben früher der Baal verehrt wurde;davon hatte sie auch den Namen Kirjat-Baal (die Baal-Stadt)auch schlechthin Baal?).

Denn gerade die Unfälle, die Verlassenheit, die Zerstörung desHeiligthums von Schilo, welche Trauer in den Gemüthern erzeugten,

tz Ob nicht in Samuel I, 7, 1 identisch ist mit oder Nt 2 in

Sam. II, 6, 3. 7. Man erwäge, daß auch rm-as genannt wird.

2) Josua 15, 9. 60; 18,14; Samuel II, 6, 2, wo man nnirw statt

^22« lesen muß. Die Stadt Hatto früher zu Benjamin gehört, wurde aberspäter von Juda annectirt; der Hügel scheint aber bei Benjamin verblieben zusein. Jetzt heißt der Ort, wo Kirjat Jearim stand, Abu-Gosch, von einemRäuberhauptmann dieses Namens, auch Liriat-Lnnb. Der Hügel ist noch miteinigen Waldbäumen bewachsen.