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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Simson und die zebulonitischen Richterhelden. 137

demüthigten und geblendeten danitischen Helden zu weiden, rüttelteer an den Säulen, worauf der Tempel ruhte, so lange, bis er siezum Wanken brachte. Der Tempel stürzte ein und begrub unterseinen Trümmern viele Tausend Philister und Simson mit, so daßer im Tode mehr Philister umgebracht hat, als im Leben.Simson mit seinem Wesen und seinem listigen Kampfe gegendie Philister war den spätem Geschlechtern unverständlich geworden.Von dem Umstande seines langen Haarwuchses entnahm die Sageden Zug, daß Simson ein Nasiräer gewesen sei, welcher sein Haargeweiht hätte. In dieser sagenhaften Ausschmückung ist das Bilddes danitischen Helden und Richters in entstellter Gestalt auf dieNachwelt gekommen. Zwanzig Jahre soll er für Israel gekämpfthaben, aber eine Besserung der Zustände hat er nicht herbei-geführt. Die Philister behielten nach seinem Tode noch lange Zeitdie Oberhand über die israelitischen Nachbarstämme Dan, Benjaminund Wohl auch Juda und Ephraim. Die Hand der Philisterlastete mit der Zeit immer schwerer auf Israel.

Gleichzeitig mit Simson traten nach einander drei Retter auf,zwei im Stamm Zebulon und einer im Stamm Ephraim; aber ihreLeistungen waren so gering, daß sie sich dem Gedächtnisse nichteingeprügt haben. Von den beiden Zebulonitischen Richter-Heldensind nur die Namen und ihr Gebiet oder die Stadt, in der siebegraben wurden, nebst der Zahl ihrer Amtsjahre bekannt: Jbzanans Betlehem (im zebulonitischen Gebiet) und Elon aus derStadt Ajalon. Von Jbzan ist nur die Nachricht erhalten, daß erdreißig Söhne und Töchter hatte und vom Ephraimitischen Richter-Helden Abdon, Sohn Hillel's, aus der Stadt Piraton, daß er einenoch stärkere Nachkommenschaft, vierzig Söhne und dreißig Enkelhinterließ, die in vornehmer Weise auf jungen Eselsfüllen zu reitenPflegten. Gegen welche Feinde diese drei Richter gekämpft haben,ist nicht angedeutet. Allein aus dem Umstande, daß die Zebulo-niten, die früher von der Meeresküste entfernt wohnten, späterihren Wohnsitz bis an das Gestade ausgedehnt haben, läßt sichschließen, daß sie die Kanaaniter von dort verdrängt haben. DieHafenstadt Akko ist zwar nicht in israelitischen Besitz gekommen,sondern verblieb in den Händen der Phönicier; aber von Akko