Simson.
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sich noch mehr vor den Philistern'). Ganz vereinzelt stand Simsonwohl nicht; er muß Genossen gehabt haben, die ihn in seinerFeindseligkeit gegen die Philister unterstützten; aber es waren auchnur Einzelne. Daher mußte Simson zur List seine Zuflucht nehmenund konnte nur durch schlaue Ueberfälle dem Feinde Schaden zu-fügen. Dieses Verfahren wird von der sittlichen Höhe des prophe-tischen Geistes getadelt:
„Dan wird sich seines Volkes annehmen„Gleich einem der lübrigcip Richter Israels.
„Dan wird aber sein, wie eine Schlange am Wege,
„Wie ein Basilisk an der Straße,
„Der der Rosse Fersen beißt,
„Und der Reiter fällt rücklings.
„Nur auf deinen Beistand hoffe ich, o Gott!"")
Geschichtlich Zuverlässiges . von Simson's Thaten, und wie ersich seines Volkes angenommen hat, ist nicht überliefert. Die Er-zählung von ihm ist sagenhaft ausgeschmückt. Sie schildert, daßSimson Anfangs in ein freundliches Verhältniß zu den Philisterntrat, eine Philisterin aus Thimnah heirathete und auf dem Wegedahin einen Löwen erlegte, in dessen Leichnam sich ein Bienenschwarmeingenistet und Honig abgesetzt hatte, von dem er und seineEltern genossen. Bei seinem Hochzeitsschmause gab er dem Brauchegemäß den Tischgenossen ein Räthsel auf, das sich auf Löwenund Honig bezog. Dadurch fiel es diesen schwer, es zu errathen,und sie mußten Strafgeld für die verlorene Wette zahlen. Siesteckten sich aber hinter Simson's Braut und ließen durch sieihm die Lösung entlocken. Dadurch entspann sich Feindseligkeitzwischen Simson und den Philistern. Um die verlorene Wette zuzahlen, begab sich Simson stehenden Fußes vom Hochzeitsschmaushinweg nach Askalon, erschlug dort dreißig Mann, zog ihnen dieKleider aus und gab sie laut der Wette den Tischgenossen. ImUnmuth verließ er auch die philistäische Braut, die das Räthselseinen Genossen verrathen hatte, und begab sich in sein Vaterhaus.Ihr Vater gab sie darauf einem andern Manne zum Weibe. Daswar für Simson wieder ein Vorwand zu Feindseligkeit gegen die Phi-lister; er brannte ihr reifes Getreide durch mehrere hundert Scha-tz Richter 15, 9 fg.tz Vergl. Note 7.