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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Jephtah.

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spräche beriefen, durchzog er das ganze gileaditische und manassitischeGebiet, um Krieger anznwerben. Jephtah verstand es, kühneJünglinge anzuziehen und anznführen. Mit diesen zog er gegendie Ammoniter, schlug sie und verfolgte sie bis Minith (unweitHesbon) und bis Abel der Weinberge unweit ihrer HauptstadtRabbah und nahm ihnen zwanzig Städte ab. Für den Augenblickwaren die Ammoniter gedemüthigt. Als Jephtah diesen entscheidendenSieg errungen hatte, fingen die Ephraimiten Händel mit ihm an; sienahmen es ihm, wie früher dem Helden Gideon, übel, daß er ohnesie gesiegt hatte. Es entspann sich daraus ein Bürgerkrieg, weilJephtah nicht so schmiegsam gegen die stolzen Ephraimiten war, wieder Richter von Ophra. Die Ephraimiten überschritten den Jordanbei der Stadt Zaphonst und nahmen eine kriegerische Haltung an,in der Absicht die Gileaditen in Unterthanenverhältniß zu bringen.Jephtah züchtete aber ihre Anmaßung; er schlug sie und versperrteihnen den Rückzug durch die Furten des Jordan. Hier standenWachtposten, welche die ephraimitischen Flüchtlinge niedermachten.Verhehlten diese ihre ephraimitische Abkunft, so mußten sie einWort (Lolnbülst) aussprechen, das von den diesseitigen Israelitenanders ausgesprochen wurde (Sibülst), und daran wurden sie er-kannt^). Jephtah, welcher im Stande gewesen wäre, die jenseitigenStämme zu kräftigen, stand nicht lange an ihrer Spitze (6 Jahre)und hinterließ keinen Sohn. Er hatte überhaupt nur eine einzigeTochter, und an diese hat sich eine tiefrührende Sage geheftet.Ihr Vater hatte gelobt, dasjenige, welches ihm bei seiner Rückkehrals Sieger zuerst entgegenkommen würde, als Opfer darzubringen,und als er sich der Stadt Mizpah näherte, erblickte er zu seinemSchrecken seine Tochter, die ihm tanzend und saitenspielend ent-gegenkam, um den Sieger zu bewillkommenen. Sollte er sein Ge-lübde erfüllen und sein einziges Kind als Opfer schlachten? Erschwankte gebrochenen Herzens zwischen Liebe und Pflicht. Diebeherzte Tochter selbst ermuthigte ihn, sein gesprochenes Wort gegen

tz Die Nicht. 12,7 genannte Stadt ist dieselbe, die in Josua13,27 vorkommt;sie lag in der östlichen Jordanau. Wahrscheinlich ist die Jdentificirnng derselbenmit der zur Zeit der Griechen genannten Stadt Äu«»o!-§, jetzt Amateh nnweitdes Wady Ragib, nach dem jerusal. Talmud (Schcbiith IX, 2) iti-srr ir jirm.Dann lag Zaphon gerade dem Gebiete Ephraim's gegenüber, unweit des Jordan.

2j Der letzte Halbvers 12, 4 ist dunkel.