der Freiheit hinzugeben. Zehntausend Männer und Jünglingesammelten sich unter Leitung Barak's und Debora's auf dem BergeThabor. Es ergingen auch Boten an die übrigen Stämme sich
ihnen anzuschließen. Aber nur wenige folgten dem Rufe. VonHalb-Manasse fMachir) stellten sich einige Volksführer ein und
von Jsaschar ebenfalls einige Häupter. Dagegen hielten sich die
Stämme Ascher und Dan fern und noch mehr die jenseitigenStämme. Selbst eine Stadt in der Nähe des KampfplatzesMerozsi versagte die Hülfe des Zuzuges.
Auf dem mit Wald bedeckten Berge Thabor 2) war der Sam-melpunkt der israelitischen todesmuthigen Schaar. Bei ihr weiltenBarak und Debora, jener ihr kriegerischer Anführer und diese ihregeistige Leiterin. Mit Zuversicht sahen sie einem Siege entgegen.
Sisera hatte, sobald er Kunde von dem Ansammeln israelitischerStreiter erhalten, seine Schaar und Kriegswagen ihnen entgegen-geführt und einige kanaanitische Könige hatten ihre Schaaren mit ihmvereinigt. Sisera war ebenso zuversichtlich, daß seine bewährten Kriegerund überlegenen Kriegsmittel über die Ungeübten den Sieg davontragen würden. Er hatte in der Ebene Jesreel bei Taanach an demWasser bei Megiddo sein Heer vereinigt. Einige Zeit mögen diebeiden Schaaren sich in der Entfernung gehalten haben. Als Deboradem israelitischen Führer eines Tages eröffnete, daß eben dieser Taggünstig für die Aufnahme des Treffens sei, eilte Barak mit seinerSchaar vom Berge Thabor hinunter und dem Feinde entgegen.Wie es zum Handgemenge kommen sollte, traf plötzlich ein Ereignißein, welches die kanaanitischen Streiter in Schrecken versetzte. Einstarkes Gewitter mit einem Wolkenbruche oder etwas Aehnlichesmachte die Rosse scheu, brachte die Streitwagen und Krieger in Ver-wirrung und trieb sie in die Hand der Israeliten oder in wildeFlucht. Der Fluß Kischon in der Nähe schwoll plötzlich an, unddie Fliehenden fanden den Tod in den reißenden Fluthen. Sisera
h Vielleicht oder das spätere Simonias, einige Stun-
den westlich vom Thabor. 1112 kommt sonst nicht vor.
2j Auf diese Schlacht am Thabor spielt vielleicht der Vers im Segen Mose'san, Deuteron. 33,18,1—19. „Von Zebulon sprach er: freue dich Zebulon, beideinem Auszuge fzum Kriege). Stämme werden sie zum Berge (Thabor) einladen:-iw und werden dort aufrichtige Opfer bringen". Zu iN 2 tPVL vergl. Pf. 4, 6; 51, 21.
Gractz, Geschichte der Juden. I.
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