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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

geld für die Göttin Baalti *). Es gab bestimmte Tempelbuhlerinnen,welche das Jahr hindurch entweder im Tempel selbst oder entferntdavon auf Straßen weilten, und diese wurden Geweihte (Kedeschot)genannt. Zn Ehren der Astarte entmannten sich Jünglinge undMänner in wilder Raserei und steckten sich in Franengewänder^),um es dem Gotte nachzuthnn, der zugleich als Baal und Astartegedacht wurde. Diese Entmannten, die bettelnd für das Heiligthumoder richtiger für die Priester umherzogen, galten ebenfalls fürheilig (Kedeschim). Das war der Cultus der Phönicier, in derenNachbarschaft die Israeliten wohnten, das war das tägliche Treiben,das sie vor Augen hatten.

Nördlich und östlich von Phönicien, an den Gebirgsstöcken desLibanon und Antilibanon, ihren nördlichen Ausläufern und ihrenTiefthälern wohnten damals oder trafen gleichzeitig mit den Israelitenein die Aramäer. Sie waren zur Zeit der ersten Völker-wanderung von Armenien aus, der Gegend des Flusses Kir (Kyros),zuerst in die Niederung zwischen Euphrat und Tigris niedergestiegen,welche von ihnen den Namen Gefilde Arams oder Aram desDoppelflusses (^.ram, lilabaralm, Mesopotamien) genannt wurde.Ein Theil derselben wanderte weiter und siedelte sich auf den Höhenim Norden Kanaans an, und diese Gegend hieß seitdem schlechtwegAram 3). Die Aramäer waren stammverwandt mit den Israeliten,und die alte Erinnerung nennt den Stammvater Abraham einenAramäer. Nichts desto weniger war die Sprache der Aramäer,obwohl desselben Ursprungs, in Wurzeln und Formen von derhebräischen so verschieden, daß sie von den Israeliten nicht verstandenwurdet). Die aramäische Sprache war voller Härten und schwer-fällig. Auch die Aramäer bauten feste Städte, von denen einigesich noch bis auf den heutigen Tag erhalten haben, Damaskusin einer paradiesischen Gegend und Hamat am Orontesflusse.

g Movers das. S. LOS.

2) Das. S. 679 fg.

») Die landläufige Ethymologie, daß das Hochland bedeutet und da-gegen 1222 das Tiefland, ist noch keineswegs gesichert, da auch das mcsopota-mische Flachland Aram genannt wurde. Weit eher kann der Name von Ar-menien Herkommen, wie einige Gelehrte annehmen.

4) Jcsaia 34,11 und Parallst. Könige II, vergl. Genesis 31, 47: hebräisch12 H 2 , aramäisch XN11NW