Die Aramäer und Philister.
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Von ihren staatlichen Einrichtungen ist wenig bekannt; in spätererZeit hatten sie Könige und zerfielen in drei Gruppen. Aram Zobaam Euphrat (mit der Hauptstadt Thapsakus (?)*), Aram Chamatund Aram Damaskus. — Von den Sitten der Aramäer ist nochweniger bekannt. Ihre Mythologie war der der Phönicier ähnlich.Ihre höchste Gottheit scheint den Namen Hadat (Adad) gesührt zuhaben, was die Sonne bedeuten soll 2). Er wurde wohl auchHadad-Melech (oder Adramelech) benannt^ oder auch kurzwegMoloch. Ihr Cultus war wahrscheinlich nicht keuscher als derphönicische. Kinderopfer zur Zeit einer Bedrängnis;, einer Dürreoder eines Krieges für den Chijun (Chaiwan, Kronos) und überhauptMenschenopfer waren Wohl bei den Aramäern, wie bei allen diesen mitden Hebräern sprachverwandten Stämmen und überhaupt den altenVölkern im Gebrauch. — Mit ihnen kam zunächst der StammNaphtali in unmittelbare Berührung.
Ein naher Verkehr fand besonders zwischen den südlichenStämmen und den Philistern statt. Dieses Volk, von dem mannicht weiß, ob es semitischen ober pelasgischen Ursprungs war, weiles in manchen Punkten von den Morgenländern (Semiten) verschieden
y Die aramäische Stadt Samuel I, 8, 8 oder NN 22 Chronik 1,18, 8ist nicht zu cntrüthscln. Man muß wohl dafür nvsn lesen, Thapsacus amEuphrat, welches thatsächlich Hauptstadt der euphratanischen Aramäer war. Dasdabei genannte nniNI, das auch Ezech. 47,16 vorkommt, und zwar östlicher alsriran, kann recht gut Birta sein, die alte Stadt am Euphrat, welche die Grie-chen Zcugma nannten, d. h. Brücke, llebergang und also rrn-ms — Birtra;nniNI" — nni- 2 " mit abgeschliffenem Guttural.
2 ) Naerobins Latnrnalia I, 23: I)eo snim, gnsm ^ss^rioi snmwummaxims oolnvt, .-1 cl a (I nomsn äsäsrnnt. Djnsäöm nominis intsrprotntio:nnus, nun». 8sä subjunKnnt eicism Oonia noniink ^.äarKntis; simnlnorum^.änä insiAns osrnitnr inolinatis raäiis. — Die Auslegung nnus, unns isteine Spielerei, von nn, -in.
2) Das Vorkommen von nwnnn und -nl-nnn in Samuel und Chronik be-ruht nicht auf Kopistenfehlern, sondern stammt von der Verwandtschaft des N inder Aussprache äs mit dem n, das auch weich gesprochen wurde gleich demslavischcn rr, so daß 7 n verwandte Lispellaute sind, vergl. Frankel-Graetz,Monatsschr., Jahrg. 1872. S. 280 fg. Folglich ist -zi-r-nnrr, König II, 17, 31;19, 37, die Gottheit der Separawim, nichts anderes als -shrwnn — -;hsnnx.Nach dem Assyriologen soll Adramelech identisch sein mit dem Gotte 8an oder8nnsi, dem Sonnengotte.