Das kaiiaanitische Götzenthum.
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Verderbniß der Sittlichkeit. Die Kanaaniter verehrten zunächst einGötterpaar, Mann und Weib, unter dem Namen Baal und Astarte,die in einigen Städten und Kolonien auch den Namen Adonisund Baalti (Beltis) führten. Der Baal sollte die Sonne und dieAstarte den Mond bezeichnen, aber nicht als lautere Lichtwesenim ätherischen Himmclsraume, sondern als erzeugende Naturkräfte,wie sie die Erde, die Thiere und die Menschen zur Fruchtbarkeitanregen und reizen. Außerdem verehrten die Kanaaniter noch siebenGötter, nach der Zahl der damals bekannten sieben Planeten, welchesie Kabiren Mächtige) nannten und noch dazu einen achten Gottunter dem Namen Asmun (Esmun, Aschmun), der als Heilgottbetrachtet und unter dem Bilde einer Schlange dargestellt wurde.Es gab außerdem noch andere phönicische Götter, die sämmtlich inVergleich mit den ägyptischen anständig auftraten.
Die gottesdienstlichen Gebräuche für diese erträumten Gott-heiten waren aber höchst unsauber. Dabei spielte das weibliche
Geschlecht eine Hauptrolle. Der Segen der Fruchtbarkeit an Feld-früchten, Heerden und Kindern war der Inbegriff aller ihrerreligiösen Vorstellungen. Altäre und Tempel waren auf Anhöhenunter Bäumen errichtet; der Granatbaum mit seinen körnerreichenFrüchten war der Astarte geweiht. Bei jedem Heiligthum des
Baal war ein spitzzulaufender Stein, Steinsüulen Mazeba), derSonne geweiht (Okmiumanim), welche das befruchtende Organ ver-sinnbildlichen sollten i). Am Ende des Herbstes war ein Trauerfest,das in grobsinnlichen Ausschweifungen endete. Weiber suchten denverschwundenen Adonis oder Baal — die Kraft der erzeugendenSonne und den Samen — unter siebentägiger Trauer und fanden ihnd. h. sein Bild aus Holz, rauften sich dabei das Haar aus oder schnittenes ab und schlugen sich an die Brust. Die Priester zerfleischtenihre Arme und ihren Leib mit Messern und Spießen unter demrasenden Schall von Trauermusik. Nach dem Trauerfest riefenAlle mit lauter Stimme: „Adonis lebt!" und in dieser wahn-sinnigen Freude opferten Jungfrauen schamlos ihre Ehre um Opfer-
y Movers, Phönicier I, S. 637. Der Phallus-Cultus war auch bei denAegyptern, Griechen und Römern heimisch. Das Scheußlichste war, daß Weiber anden Bacchusfesten Phallus-Bilder in Procession trugen. Im Hebr. wurden sie ge-nannt not irri-L Ezech. 16,17 und wohl auch -, 1^21 Jesaia 57, 8 und n-iistNEzech. 8,17; vwiroin nx vini, Müüuw Lopberlm statt vsx.