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Geschichte der Juden.
Sprache hatte entschiedene Aehnlichkeit mit der von den Israelitengesprochenen oder der hebräischen und war nur mundartig davonverschieden'). Allein die hebräische Sprache hat sich als Gefäßeines umfassenden Geistes zu einer Höhe und Feinheit erhoben,welche sie den edelsten Völkerzungen ebenbürtig machte. Im Vergleichmit ihr erscheint das Phönicische, soweit es aus Trümmern bekanntgeworden, als eine Sprache der Bauern, der Handelsleute undSoldaten. Wie das israelitische Volk den Boden Kanaans zu einemheiligen Lande gemacht hat, so hat es die Sprache Kanaans zurheiligen Sprache geadelt.
Die phönicische Cultur, welche die Sidoner gepflegt haben, waraber nicht durch alle Wohnsitze der Kanaaniter verbreitet, weil beiden übrigen Völkerschaften die Grundbedingung, der Weltverkehr,fehlte. Indessen hatten auch diese Manches vor den Israeliten vor-aus; sie kannten bereits die mechanischen Künste und Handwerke,sie verstanden Städte zu bauen und Festungen anzulegen, was denIsraeliten bei ihrem Einzuge völlig fremd war. Nur nach derreligiösen und sittlichen Seite waren sämmtliche Kanaaniter, auchdie Sidoner, noch auf der niederen Stufe halbroher Naturmenschen,nur um etwas gehobener als die Aegypter. Sie verehrten zwarnicht so viele Götzen wie diese und wählten sie nicht aus derniedrigen Thierwelt; aber auf die größere oder geringere Zahl derGötter kommt es hierbei wenig an. Sobald die göttlich verehrtenWesen nur die Zahl Eins übersteigen und einen mythologischen Ur-sprung haben, führen sie zur Verwirrung des Denkens und zur
y Vcrgl. die umfassende Schrift: Paul Schröder, die phönicische Sprache,1869. Doch scheint das Phönicische wie das Arabische ursprünglich den Artikelbrr in Gebrauch gehabt zu haben, was Schröder nicht berücksichtigt hat. DieserArtikel erscheint nicht blos bei Eigennamen kanaanitischer Städte: nb-mbx neben-bin, ferner rrpnbr«, rrb-brr und anderen, sondern auch bei Gattungsnamenneben ferner rnstbrr oder vnrvbx, wo die Vorsilbe brr sicherlichArtikel ist, den die Phönicier dem Worte angehüngt haben. Das griechische r»Hlexrpo-', „Bernstein" ist ohne Zweifel oder das Duft Ver-
breitende, und davon stammt erst ä H/lxxrpoL-, ein der Farbe des Bernsteinsähnliches Metall, das im Syrischen auch heißt. Dagegen kommt der
Artikel w im Phönicischen nur spärlich und nicht immer sicher vor (Schröder,das. S. 161 fg.s. — Beachtenswert!» ist auch, daß das Phönicische den Begriff„sein" 6886, durch s '2 ausdrückt, wie das Arabische, während das Hebräischedafür »-wn (gleich gebraucht und ebenso das Aramäische.