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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

gesetzt zu sein. Auch unnatürliche Unzucht kam in ihrer Mittevor. Das Wehklagen derer, welche von der Grausamkeit der Ein-wohner der Hauptstadt Sodom und der Nachbarstädte gelittenhatten, stieg zum Himmel. Und plötzlich erschütterte ein Erdbeben,einige Jahrhunderte vor dem Einzug der Israeliten, die schöneTiefebene. Feuer und Schwefel ergossen sich herab, und sämmt-liche Häuser und Bewohner waren von der Erdoberfläche ver-schwunden. An deren Stelle trat die Salzfluth, und die ganzeGegend war durch Rauchdnnst verdunkelt. Das war das Endeder übermüthigen Frevler von Sodom und Gomorrha, das denIsraeliten stets als warnendes Beispiel vorschwebte und vorgehaltenwurde.

Die Lage des Landes in der Uebergangsstufe von dem ge-mäßigten Erdgürtel zum heißen (Breite: 31 " 10'33" 20' nördlich,Länge: 34" 35'36° 0' östlich von Greenwich) verleiht ihm einegewisse Regelmäßigkeit, welche nur ihm eigen ist. Die Länge derTage und Nächte ist regelmäßig zu je 12 Stunden, und nur inden heißesten Sommermonaten sind die Tage und in den kältestenWintcrmonaten die Nächte um zwei Stunden länger. Der Ueber-gang von Tag zu Nacht und umgekehrt ist nur von sehr kurzerDauer. Der Abend tritt plötzlich auf die Tageshelle ein, und derAnbruch des Tages erfolgt ebenso rasch ans das nächtliche Dunkel.Auch die Jahreszeiten folgen mit einer seltenen Regelmäßigkeitaufeinander. Es giebt eigentlich nur zwei Jahreszeiten, einetrockene und eine feuchte. Im Beginne des Herbstes treffenRegenniederschläge, Frühregen, mit einer solchen Regelmäßigkeitein, daß, wenn sie ausbleiben, die Bevölkerung in Sorge wegenUnfruchtbarkeit geräth. Regentage wechseln dann einige Monatemit Sonnentagen ab, die Niederschläge werden von Blitz undDonner angekündigt und begleitet, krystallisiren sich auch zuweilenzu Schneeflocken und Hagel. Zu Ende der feuchten Zeit Pflegt derRegen wie zum Abschiede reicher zu fallen; es ist der Spätregen,der zuweilen den Mangel des Frühregens im Herbste ersetzt. Dieseordnungsmäßige Aufeinanderfolge der Niederschläge wird durchzwei Haupterzeuger bewirkt, cs sind dieVäter des Regens" : dasLibanongebirge im Norden und das Mittelmeer im Westen.Der von der Sonnenhitze während des Sommers schmelzende Schneedes Libanons erfüllt die Atmosphäre im Herbst mit Feuchtigkeit und