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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Eigenart Palästinas.

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nicht für sämmtliche Stämme, so doch für Ephraim, Manasse undBenjamin. Der Hohepriester vom Hause Ahron, Pinehas, undseine Nachfolger nahmen ihren Wohnsitz in Schilo^). Höchst wahr-scheinlich hielten sich auch viele Leviten hier auf, während sich anderezerstreut unter den übrigen Stämmen und in andern Städten an-siedelten und im Ganzen ein Wanderleben führten.

Durch die Ansiedlung der Israeliten erhielt das Land Kanaanfortan nicht nur einen anderen Namen, sondern auch einen andernCharakter. Es war ein heiliger Boden, das Erbe Gottesgeworden. Es sollte dazu beitragen, daß das Volk seinen Berufder Heiligkeit erfüllen könne. Das Ausland galt ihm gegenüberals unheilig, in welchem diese Aufgabe, Treue gegen den einzigen,geistigen Gott zu wahren und seine Lehre zu bethätigen, nicht gelöstwerden könnet). Dem heiligen Lande wurde Empfindsamkeit bei-gelegt, als empfände es das gottgefällige oder gottvergessene Ver-halten des Volkes mit. Drei Frevelthaten, welche als die grauen-haftesten galten: Mord, Unzucht uitd Götzenthum, duldete es nicht.Wegen solcher Missethaten habe das Land seine Urbewohner ver-worfen, sie gewissermaßen ansgespieen, und werde auch dasisraelitische Volk mit solchen Lastern nicht ertragen^). Diese Vor-stellungen wurden durch die Eigentümlichkeit des Landes besondersgenährt. Es galt den israelitischen Bewohnern als ein eigenartigesErdgebilde, das mit keinem anderen verglichen werden könne.

In der That hat das Land Israel, wie es seit dem Einzuge angenannt wird, auffallende Eigenheiten, wie kein Land sonst auf demErdenrunde, so weit die Forschung ihn untersucht hat. In einerkurzen Strecke von etwa dreißig geographischen Meilen Länge undetwa zwölf Meilen Breite (wenn man die jenseitige Jordangegenddazu rechnet) sind Gegensätze zusammengedrängt, welche ihm einenwunderbaren Charakter verleihen. Die ewigen Schneehäupter desHochgebirges des Libanon und Hermon im Norden blicken über eineReihe von Bergkuppen und Thälern hinweg bis zur Sandwüsteim Süden, wo afrikanische Gluthhitze allen Pflanzenwuchs versengt.

tz Folgt aus Samuel 1, 1; 9fg.

2) Vergl. Samuel I. 26, 19; II. 20, 19. Zacharia 2, 16. Josua 5, 15.22, 19.

Sj Leviticus 18, 2428; 20, 2223. Numeri 35, 33. Jeremia 3, 1. 9.Psalm 106, 38.