Ansiedelung der Nordstämme.
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lande, das sich am Fuße des Hochgebirges ausdehnt. Kämpfe mitden Bewohnern der Ebene zu führen, waren diese Stämme nochweniger als die Josephiden gerüstet, weil sie gegen Streitwagen,welche sich leicht hierhin und dorthin bewegen ließen, nicht hättenaufkommen können. Der Stamm Jsaschar war schon zufrieden,Weideplätze in der großen Ebene gefunden zu haben, und trachtetefür den Augenblick nicht nach dem Besitz fester Plätze. Er scheintsich den Kanaanitern der Gegend unterworfen zu haben, da ihmdie Ruhe behagte und das Land fruchtbar war; er begnügte sich,wenn auch mit schweren Opfern, geduldet zu werden^. SeinZwillingsstamm Zebulon, weniger nach Ruhe lüstern, scheint sichim Hochlande nördlich von Thabor feste Wohnsitze erkämpft zuhaben. Den übrigen zwei Stämmen Ascher und Naphtali scheintes am schwersten geworden zu sein, festen Fuß zu fassen. Dennhier war die kanaanitische Bevölkerung kriegerischer und fester geeint.Es gab hier eine Art Hauptstadt Chazor, deren König Jabinüber mehrere Gebiete herrschte. Dieser rief die verbündeten Städtezur Wehr, um die eindringenden Israeliten aufzureiben. Die StämmeAscher und Naphtali waren nicht im Stande, dieser Gegenwehr dieSpitze zu bieten. Sie scheinen daher eilig Josua angerufen zuhaben, ihnen kriegerischen Beistand zuzuführen. Noch herrschte soviel Gemeingeist unter den Stämmen, daß Josua sie bereit fand,ihren bedrängten Brüdern im Norden zu Hilfe zu eilen. Mit denKriegern, die er zuführte, und den Stämmen Ascher und Naphtaliüberfiel Josua die verbündeten Kanaaniter unter ihrem König Jabinam See Meerom unversehens, schlug sie und trieb die Ueberbleibselin die Flucht. Diese zerstreuten sich theils nördlich bis Sidon,theils südwestlich bis zum Hermongebirge^). Es war der zweitegroße Sieg, den er über die verbündeten Feinde davontrug. DieSchlacht beim See Merom ermöglichte es den beiden Stämmen,sich fest anzusiedeln, und zwar zwischen dem obern Jordanlaufe
r) Genesis 49, 14—15.
2> Die Relation Josua K. 11, von dem Kriege gegen Jabin in Chazorkann nur auf die angegebene Weise erklärt werden. Denn sowohl Josua 17,11—12, wie Richter 1, 27 ist erzählt, daß die Ebene Jesreel nicht eingenommenwurde. Folglich kann Josua nicht mit dem ganzen Heerbann den Durch-zug durch dieselbe gemacht haben, sonst wäre auch diese erobert worden.Der Norden dagegen, das spätere Galiläa, ist faktisch erobert worden.
Graetz, Geschichte der Juden. I. O