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Geschichte der Juden.
Stammzweige Ephraim und Manasse begnügten sich aber nicht mitdem schönen und fruchtbaren Landstrich (das nach dem Ersteren dasGebirge Ephraim genannt wurde), sondern beanspruchten, inErwartung, daß der aus ihrer Mitte hervorgegangene Führer ihnennichts versagen werde, einen noch größeren Antheil. Sie machtengeltend, daß der ihnen Angewiesene Landantheil für die große Zahlihrer Familien nicht ausreichte. Sie verlangten demgemäß nichtbloß die schöne und fruchtbare Ebene, die sich mehrere Stundennördlich vom Gebirge Ephraim ausdehnt, sondern auch noch dar-über hinaus das Land um den hochragenden Berg Thabor').Sie fanden aber Josua strenger, als sie sich ihn gedacht hatten.Er erwiderte ihnen in halbspöttischem Tone, wenn sie so zahlreichseien, sollten sie das nördlich gelegene Gebirge Thabor im Lande derPherisiter und Rephraim einnehmen und den Wald lichten. Alsdie Josephiten darauf entgegneten: Das Gebirge sei wegen dereisernen Streitwagen der Völkerschaften in der Ebene unzugänglich,wiederholte er mit Nachdruck: Wenn sie so zahlreich seien, könntensie trotz der eisernen Kriegswagen die Einwohner besiegen. DerStamm Ephraim und Manasse mit der Behauptung des Erwor-benen beschäftigt, mochte sich aber nicht auf neue Kriege einlassen;sie hätten gewünscht, daß die anderen Stämme weitere Eroberungenfür sie im Norden machen sollten. Da sic aber in ihren selbstischenAnsprüchen nicht einmal von Josua Unterstützung fanden, betheiligtensie sich bei den gemeinsamen Unternehmungen nicht mehr; siekonnten mit dem Erhaltenen zufrieden sein.
Ihre Lossagung von der Gemeinschaft war eine Loosung fürdie übrigen Stämme, dasselbe zu thun, zunächst für eignen Land-besitz zu sorgen. Vier Stämme richteten ihr Augenmerk auf denNorden und vier auf den Süden und Westen. Was die Josephitennicht gewagt hatten, das unternahmen kühn die vier StämmeJsaschar, Zebulon, Ascher und Naphtali. Sie stiegen indie Ebene Jesreel hinunter, siedelten sich zum Theil dort an, undzum Theil drangen sie nördlich aus derselben hinauf bis zum Hoch-
ß Die wichtigste Stelle Josua 17,14—18 ist mißverstanden worden. Unterdem Berge (nnn) mit dem Walde dort im Lande der ni-is und kann
nur der Thabor verstanden sein; dann ist es auch verständlich, daß die Jose-phiten den Widerstand der Bewohner in Bethschean und der Ebene Jesreelgeltend machten.