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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

W

Mose konnte von sich sagen, daß er das Volk getragen habe,wieein Wärter' ein Kind", und selten wurde er unmuthig und un-geduldig. Seine Sanftmuth auf der einen und seine Selbstlosigkeitauf der anderen Seite, zwei hervorstechende Eigenschaften nebenseinem klaren Seherblick, haben ihn befähigt, Organ der Gottheitzu werden. Er durfte vor dem ganzen Volke sich rühmen, daß erauch nicht eine Kleinigkeit von irgend Jemandem angenommen, unddaß er Niemandem etwas zu Leide gethan hat. Neidlos wünschteer, daß sämmtliche Israeliten ihm gleich Propheten würden, daßGott seinen Geist auf sie gäbe. Mose war daher für die spätereZeit das unerreichbare Ideal eines Propheten; die Erinnerungdaran, daß an der Wiege des israelitischen Volkes solch einleuchtendes Vorbild stand, gab den folgenden Geschlechtern einenicht geringe Anregung. Selbst Mose's Tod wirkte belehrend.Im Lande Moab im Thale gegenüber dem, den dortigen Bewohnernheiligen Berge Peor wurde er still begraben, und Niemand kenntsein Grab bis auf den heutigen Tag. Die Israeliten sollten nichtVergötterung mit ihm treiben, wie die Völker es mit ihren Königenund großen oder für groß gehaltenen Männern und Rcligions-stiftern zu thun pflegten. Mit Trauer im Herzen um den Toddes geliebten Führers, der sie nicht in's verheißene Land einführensollte, mit den großen Erinnerungen an die Erlösung aus Aegypten,an den Durchgang durch das Meer, an die Offenbarung amSinai, und muthig gestimmt in Folge der Siege über die KönigeSichon, Og und die Midianitcr, überschritten die Stämme aneinem sonnigen Frühlingstage den Jordan, geführt von Mose'streuem Jünger Josua.