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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Grund zur Furcht, als es ihnen unfreundlich den Durchzug verwehrthatte. Der moabitische König Balak fühlte sich aber zu schwach,mit Waffen gegen die Israeliten anznkämpfen; er ließ vielmehr einenmidianitifchen oder idumäifchen Zauberer Bileam, Sohn Beorkommen, von dem der Volksglaube wähnte, daß er durch Verwün-schungen einem ganzen Volke, wie einem Einzelnen Unglück undUntergang bringen könnte. Auf die höchsten Spitzen des moabi-tischen Gebirgsrückens führte der König der Moabiter den ZaubererBileam, um ihm einen Ueberblick über die Lagerstätten der Israelitenzu öffnen, damit er sie sämmtlich mit dem Fluche feines Mundestreffen könnte. Aber hingerissen von dem großartigen Anblick, ver-wandelte sich im Munde Bileams der Fluch zum Segen'); er wurdeinne, daßnicht Zaubersprnch Jakob und nicht Orakelsprüche Israelschaden könne, es ist ein Volk, das die Zukunft auf seinen Schulternträgt". Bileam rieth?) aber dem König von Moab, einen anderenZauber anznwenden, der den Israeliten verderblich werden könnte,Verführung durch unkeusche Tempeldirnen zum unzüchtigen Leben.Diesen Wink befolgte Balak. Aber nicht moabitische Mädchen undFrauen gebrauchte er zur Verführung, weil die Israeliten gegen dieseMißtrauen gehegt hätten, sondern midianitische. Mit den Wander-stämmen der Midianiter standen die Israeliten in ihrer Wüsten-wanderung in gutem Einvernehmen; jene kamen »»beargwöhnt indie Lagerstätten und Zelte der Israeliten. Auf Bileams Rath undBalaks Aufforderung kamen viele Midianiter zu den Zelten der Israe-liten und brachten ihre Weiber und Töchter mit. Zur Feier ihrergötzendienerischen Feste an einem Wallfahrtsorte Baal-Peor ludensie die israelitischen Männer und Jünglinge ein. Dabei war esBrauch, daß die Weiber in einem Zelte ihre Keuschheit opfertenund für den Erlös den Götzen Opfer brachten. Nicht wenige

p Bileams Auftreten wird auch vom Propheten Micha bezeugt, 6, 5.

2) In Numeri 31, 1517 ist deutlich darauf hingewiesen, daß Bileamdie Verführung zur Unzucht gerathen hat, wie es der Talmud richtig aufgefaßthat, und auch der Vers, der Apokalypse 2,14: Zx)

Die Thatsache ist noch belegt durch Hosca 9, 10. Im ganzenVerlaufe der Erzählung Numeri K. 25 und 31 ist von Midiau und Midia-nitern die Rede. Numeri 25,1 heißt es dagegen es müssen also

auch hier die Töchter Midians darunter verstanden werden.