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Geschichte der Juden.
Endlich sollte den Wanderungen ein Ende gemacht werden.Das alte Geschlecht war ausgestorben, und das jüngere schien demFührer Mose gefügiger und muthiger zur Erreichung des Zieles.Beinahe vierzig Jahre hatten die Stämme seit dem Auszuge ausAegypten in der Wüste zugebracht Z. Ein längeres Verweilen inderselben hätte sie an das Wanderleben gewöhnt und zu Schwarm-stämmen gleich den Midianitern und Amalekitern herabgedrückt. VonKadesch aus scheinen sie zum zweiten Male einen Versuch gemachtzu haben, nordwärts auf der alten Karavanenstraße vorzudringen.Aber auch dieser zweite Versuch mißlang; ein kanaanitischer Königvon Arad zog ihnen entgegen; es entspann sich ein Kampf, wobeidie Israeliten unterlagen und Gefangene in den Händen der Siegerzurücklassen mußten. Aber ein Theil der Israeliten vom StammeJuda scheint mit Hülfe der Simeoniten und Kernten die Niederlagedem Feinde vergolten zu haben. Sie griffen ihn mit Waffen an,besiegten ihn bei Zephat (Horma), nahmen mehrere Städte einund besetzten sie2). Die übrigen Stämme waren darauf vorbereitet,auf einem Umwege von Osten her in das Land einzuziehen. DieserUmweg konnte verkürzt werden, wenn die ans den Höhen desGebirgszuges Serr, in der Arabah und jenseits derselben wohnendenJdumäer ihnen den Durchzug durch ihr Gebiet gestatten wollten.Zu diesem Zwecke sandte Mose Boten an den idumäischen König,wohl nach der bedeutenden Stadt Taiman. Er war einer günstigenAntwort gewärtig, weil die Israeliten sich als stammverwandt mitden Jdumäern betrachteten und bisher in dem Wüstenzuge freund-lich mit ihnen verkehrt hatten. Sie fiel aber ungünstig aus; DieJdumäer mochten befürchten, daß sie von dem Wohnsitze suchendenVolke aus ihrem Gebiet verdrängt werden würden, und zogenmit Waffen aus, um den Durchzug zu verhindern. So mußtendie Stämme einen weiten Umweg machen, abermals durch dieArabah bis Ailat ziehen und von da aus östlich vom Gebirgszugedes Se'ir das idumäische Gebiet umgehen, um von jenseits desJordans sich dem Lande Kanaan zu nähern 2 ). Nördlich von den
Die vierzigjährige Wanderung ist auch durch den ältesten der schrift-stellerischen Propheten, durch Amos bezeugt 2, 10; 5, 25.
2 ) S. Note 10.
s> Wenn die Station (Numeri 33, 42—43) identisch sein sollte mitdem späteren dessen Lage aus Eusebius' Onomasticon bekannt ist.