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solchem Erfolge gehoben, ruhte er nicht eher, bis diesem Vereinder noch heute segensreich wirkt, eine gesicherte, wenn auchbescheidene Unterlage bereitet war.
Rüstig und frisch, wie er sich fühlte, hatte er in seinen letztenLebensjahren sich noch eine große Aufgabe gestellt, in der erdas Fazit seiner bibelkritischen und exegetischen Studien ziehenwollte, für deren Ausführung er von der Gegenwart keinenDank erwartete, sondern auf die Anerkennung einer späterenZukunft rechnete. Alle sonstigen Nebenbeschäftigungen ließ eraus diesem Grunde zurücktreten, er stellte sogar 1888 die Heraus-gabe der „Monatsschrift" ein, da keiner seiner Schüler damalsdie Redaktion zu übernehmen geneigt war, und ging mit seinemgewohnten Eifer und Ungestüm ans Werk. Um die Resultateseiner langjährigen biblischen Textforderungen in klarer Über-sicht zu geben, wollte er einen Abdruck der ganzen hebräischenBibel mit emendiertem Wortlaut und mit kurzen, die Emeu-dationen des Textes begründenden Anmerkungen veranstalten.1891 hatte er sämtliche Vorarbeiten hierzu beendet und gingmit dem Druck vor. Wie sehr ihm dieses Lebenswerk am Herzenlag, geht aus dem Prospekt hervor, in dem er sich gegen seinesonstige Gewohnheit mit der Bitte an seine Freunde wandte,sein Bemühen zu unterstützen. „Auf der Neige meines Lebens"— so heißt es daselbst — „habe ich das mühevolle Werk unter-nommen, die Emendationen des Textes der heiligen Schriftübersichtlich zusammenzustellen, deren Zulässigkeit undBerechtigung nicht nur, sondern auch deren Notwendigkeitder Ihnen gleichzeitig zugehende Prospekt auseinander-setzt .Ich ersuche Sie, mein Bemühen zu unterstützen ....
damit das von mir übernommene Risiko nicht meine Ver-hältnisse allzusehr übersteige". Dieser Prospekt erschien im Juli1891 und war das letzte, was seine rastlose Feder dem Druckübergab. Wiewohl die vorgerückten Jahre ihm eigentliche Be-schwerden nicht verursachten, er sich für gesund hielt und sichjedenfalls durchaus kräftig fühlte, war er dennoch vom Alter,ihm unbewußt, ins Innerste getroffen worden; denn sein Herzwar schwer angegriffen und erregte die Besorgnis der Ärzte.Wie alljährlich war er, um kleine körperliche Indispositionenzu beseitigen, nach Karlsbad gegangen und hatte vor, von dorteinen Abstecher nach München zu machen, um den ältestenseiner Söhne, der eine außerordentliche Professur der Physik