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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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gute Muskulatur, welche fettarm uud mager, aber sehnig undvon einem starken Knochenbau getragen war. Der Kopf, ob-schon im Gesicht durch Pockennarben etwas beeinträchtigt,machte einen aparten und bedeutenden Eindruck. Die brett-artige Stirne trat kantig hervor, über ihr lag nicht gerade dichtjedoch auch nicht spärlich, weiches, kastanienbraunes Haar, dasspäter ergraute. Die graubraunen Augen lugten scharf undspähend aus und verrieten Lebensfreude, eine schmalflügelige,scharf und spitz ausgeprägte und nicht eben kleine Nase gab demovalen, starkknochigen Gesicht einen charakteristischen, fühler-artig forschenden Ausdruck, um seine Lippen schien es zumeistwie Wehmut zu spielen, zuweilen aber lagerte über denselbeneine Wolke von Spott, Ironie und Angriffslust, als wenn jedenAugenblick sarkastische Worte heraussprühen wollten. In derTat brachen manchmal spitze Sarkasmen über das Gehegeseiner Zähne hervor, im allgemeinen indes blieb die mündlicheUnterhaltung weit hinter den Erwartungen zurück, welche seineFeder erregt hatte. Zn glücklicher Stunde war er in jüngerenJahren für den häuslich vertrauten Kreis voll scherzhafter Worteund lustiger Einfälle, immer aber beseelte ihn eine unbesieg-bare Lebenslust und ein glücklicher Optimismus. InnigerFamiliensinn beherrschte ihn. Gegen seine Frau bewies erjederzeit eine Zartheit und Aufmerksamkeit, als ständen sie inden Flitterwochen, gegen seine Tochter übte er eine vollendeteRitterlichkeit, gegen seine Söhne war er von hingebender Nach-sicht und Opferfähigkeit, sein Verhalten dem greisen Vatergegenüber erinnerte geradezu an die talmudisch-antike Pietät.Mit großer Vorliebe pflegte er seine freundschaftlichen Ver-hältnisse. Für einen Freund, wie überhaupt für jede Sache,die seine Sympathie besaß, war er jederzeit bereit, voll und ganzeinzustehen. Aus Palästina hatte er, von den dortigen llbel-ständen tief bewegt, den Plan zur Erziehung jüdischer Waisenin Jerusalem auf deutscher Grundlage mitgebracht; zusammenmit seinen Reisegenossen stiftete er einen Verein und bot allesauf, um hierfür einen festen, wenn auch kleinen Grundfondszu beschaffen. Zu diesem Zwecke unternahm er allerlei Reisen,hielt, so sehr ihm derartiges anfangs widerstrebte, in vielenStädten Vorträge und ging sogar auf eine Einladung nachGalizien, wo er allerdings mit großem Jubel empfangen undmit schmeichelhaften Huldigungen überhäuft wurde. Bon