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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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namhafte Arbeiten so Nachweisen konnte, wie Graetz. Die Er-gebnisse der durch die Kommission veranlaßten Arbeiten stehendenn auch in keinem Verhältnis zu den großen Erwartungen,die man anfangs an sie geknüpft hatte.

Was von Berlin aus oder anderwärts an Rücksichtslosigkeitgegen Graetz gesündigt wurde, griff ihm keineswegs tief insHerz und wurde vollends durch London ausgeglichen, als ervon dort im Sommer 1887 die ehrenvolle Einladung erhielt,die englisch-jüdische Ausstellung historischer Sehenswürdig-keiten mit einer Vorlesung zu eröffnen. Die Ehrungen, dieihm in der englischen Hauptstadt bereitet wurden, die Menschen,die er kennen lernte, die Eindrücke, die er empfing, all dieshat seine Seele wohltuend erfrischt und hoffnungsvoll gestimmt,gehörte zu seinen schönsten und glücklichsten Erlebnissen undbestärkte ihn in der schon früher öfters von ihm ausgesprochenenHoffnung, daß von England und Amerika dem Judentumneues Heil erblühen werde. Als er am 31. Oktober 1887das siebzigste Lebensjahr erreicht hatte, beeilten sich nicht bloßseine Schüler und Freunde, ihm den Jubeltag zu einer groß-artigen Ovation zu gestalten, aus allen Erdteilen und Himmels-strichen liefen Huldigungen ein, eine überwältigende Flutvon Adressen, Ehrengaben, Glückwünschen und Gedichten ausden verschiedensten Ländern bewies, wie allgemein seineWürdigung und Verehrung in der gesamten gebildeten Juden-schaft durchgegriffen hatte. Als eine besonders erfreulicheÜberraschung hat es ihn mit stolzer Genugtuung erfüllt, alsdie spanische Akademie zu Madrid ihn, den Juden, der inseiner Geschichtsdarstellung mit der spanischen Nation gar nichtglimpflich ins Gericht gegangen war, am 27. Oktober 1888 zuihrem Ehrenmitglied in der historischen Abteilung ernannte.

Wunderbar war bis zuletzt die Frische und Elastizitätseines Körpers und Geistes, an welcher die Jahre fast spurlosvorüberzugehen schienen und ebenso erstaunlich seine unver-wüstliche, außerordentliche Arbeitskraft, wie seine schrift-stellerische Fruchtbarkeit. Selbst als er bereits seine volleKraft auf die exegetischen Arbeiten konzentriert hatte, ermüdeteer nicht, die überall zerstreuten, in allen Kultursprachen auf-tauchenden Forschungen, welche der jüdischen Wissenschaftgalten oder irgend welche, sei es noch so entfernte, Beziehungenzu ihr aufwiesen, mit gespannter Aufmerksamkeit zu verfolgen,