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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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verstandenen" begonnen hatte, zu ergänzen und zu begründen,und um zugleich den ganzen Boden klar und fest zu stellen,in welchem die Wurzeln für die jüdische Geschichte des dia-sporischen Zeitraumes liegen. Die Geschichte der Diasporabis auf die neueste Zeit herab wollte er nämlich zuerst erledigen,und so war er wieder, wie er in der Vorrede zu dem darauffolgenden Band erklärte,in das rechte Geleis eingefahren",als er im Jahre 1860 den fünften Band veröffentlichte:Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmud (600) biszum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)".

Nun mußte jeder Zweifel schwinden, j^e w a r demJudentum nach langen Jahren ein echterH i st o r i k e r e r st a n d e n.

VII.

Der DiNoriker.

Bei dem damaligen Stand der jüdischen Wissenschaft,wo es für alle Seiten und Zeiten an sorgfältigen Einzelfor-schungen noch fehlte, hielt man die Zeit noch gar nicht gekommen,um eine Geschichte der Juden mit Aussicht auf Erfolg schreibenzu können. Einem solchen Unternehmen schienen innereund äußere Schwierigkeiten, schier unübersteiglich, und nochdazu gewaltige Vorurteile entgegen zu stehen. Graetz achteteihrer nicht. Ohne jede Unterstützung seitens einer Behördeoder irgend einer Körperschaft, rein und allein aus der über-schwelleuden Kraft des eigenen Genius hat er das anscheinendunausführbare Werk vollbracht. Er hat seinen Glaubens-genossen die Geschichte geschaffen und die allgemeinen Sym-pathien für die Vergangenheit des Judentums geweckt. Mitkühner Hand wagte er es, von den geschwärzten und ver-dunkelten Bildern die Staubkruste und das Spinngewebeabzuheben und den abgeblaßten, verblichenen Konturenund Formen neue Frische und strahlenden Farbenglanz wieder-zugeben. Die wichtigsten Momente, auf denen das Verdienstund die Wirkung seiner Geschichtsschreibung beruht, mögennoch besonders hervorgehoben werden.