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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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und theologische Gelehrte heranzuziehen wünschte, war Graetzmit richtigem und gesundem Takt bemüht, zwischen beidenGegensätzen zu vermitteln und eine Mittelrichtung für dieAnstalt anzustreben. Obschon nun Frankel mit festerHand das direktoriale Steuer führte, war er doch einsichtigund wohlwollend genug, auf klugen Rat zu hören und denWünschen und Anschauungen seiner Mitarbeiter Rechnungzu tragen, so daß das Lehrerkollegium sich immerdar im bestenEinvernehmen befand, was auch auf die Jünger wohltuendzurückwirkte.

Neben Frankel, der mit Fug und Recht, so lange erlebte, amtlich und moralisch eine dominierende Stellungbehauptete, der im Aufblühen der Anstalt den Ruhm seinesTagewerks sah, und da er kinderlos war, in seinen Schülernseine Kinder erblickte und sich ihrer aller wahrhaft väterlichannahm, war es Graetz, der seine Räume seinen Hörerngastlich öffnete, jedem von ihnen, der bei ihm um Hilfe undRat nachsuchte, bereit und willig zur Verfügung stand undnamentlich zugunsten derer, die seine Sympathie besaßenoder von deren Fähigkeit und Charakter er eine gute Meinunggefaßt, mit der ganzen Lebhaftigkeit seines Temperamentssich einzusetzen liebte. Durch die Dozentur an dem BreslauerSeminar, mit dessen Interessen er sich ebenso wie Frankelidentifiziert hatte, war er endlich nach vielen Qnerzügen undnach mancherlei Jahren von sorgenvoller Ungewißheit in daserwünschte Fahrwasser gekommen, in dem er in voller Unab-hängigkeit alle Segel seines geistigen Wesens aufspannen undmit aller Kraft sich hinter die Ruder legen konnte, um geschwelltvon dem frohen, hoffnungsvollen Mut seiner sanguinischenArt, begünstigt von Wind und Flut, dorthin zu steuern, wohinihn der Zug seiner Natur trieb. Jetzt fielen endlich äußereAmtspflicht und innere Berufsneigung für ihn zusammen;indem er den Dienst, für den er bestellt war, treu und eifrigbesorgte, förderte er zugleich das Werk, das er als Lebenszielsich vorgesetzt und das nun in regelmäßiger, ununterbrochenerFolge seiner vollen Verwirklichung entgegenschritt.

Jm^Jahre 1856 erschien der dritte BandGeschichteder Juden von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergangdes jüdischen Staates", um dadurch seine Auffassung dertalmudischen Epoche, mit der erals der am wenigsten innerlich