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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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fasser mit der Darstellung der talmudischen Zeit debütierthatte. Es findet sein Gegenstück, insofern man beides über-haupt miteinander vergleichen kann, nur noch in der BiographieRaschi's, mit der Zunz, der Schöpfer der jüdischen Wissenschaft,seine bedeutsame Wirksamkeit eröffnet hatte. Wie es dortdie Zeitgenossen enthusiasmiert haben soll, daß der von Kindheitauf ihnen vertraute, als unentbehrlicher Berater und Gefährtehochgehaltene Interpret für Bibel und Talmud aus dem ver-schwimmenden Nimbus eines überirdischen Glorienscheinesheraus in die menschliche Wirklichkeit hinübertrat, so hat eseine ähnlich elektrisierende Wirkung geübt, als die nebelhaftdunkle Zeitepoche, in der die Grundbücher des nachbiblischenJudentums, Mischnah und Talmud, entstanden sind, miteinemmal unter Helle Beleuchtung gestellt ward und dierabbinischen Urheber dieser Werke, deren Namen und Sinn-sprüche allen geläufig waren, leibhaftig vorgeführt wurden.Diese Männer, welche man bis dahin nur für verkörperteLehrsätze anzusehen gewohnt war, von denen man nicht vielweiter wußte, als daß sie sagten, fragten und zuweilen auchklagten, welche man sich wie eine Art polnischer Wander-rabbis oder Kabbalisten vorzustellen allenfalls geneigt war, sie tauchten unter der Feder unseres Historikers aus demwesenlosen Schein hervor; in ihren Adern pulsiert frischesLeben und heißes Blut, deutlich heben sichj die scharf-geschnittenen Physiognomien in ihrem geistigen Gegensatz,mit ihren charakteristischen Vorzügen und Schwächen voneinander ab. In bunter Mannigfaltigkeit stehen sie vor unsda als echte Ritter vom Geist, antike Charaktere von glühendemPatriotismus, von unbeugsamer Willenskraft und unver-wüstlicher Glaubenshoffnung. Ebenso lebhaft und anschaulichwird die geistige Atmosphäre der Zeit nach ihren Stimmungenund Spannungen, Gärungen und Kämpfen geschildert, wiedie Ideen, Parteiungen, Meinungen und Strebungen wirrund heftig durcheinander wogen und sieden, und wie darausdie treibenden Kräfte hervorgehen, welche durch das Spielvon Stoß und Gegenstoß den Ereignissen ihren geschichtlichenVerlauf bestimmen. Den Herzschlag der Zeit will Graetzhörbar und fühlbar machen. Darum kümmert es ihn wenig,ob Stil und Ausdruck immer schulgerecht bleiben, er scheut inseinen Worten nicht den schroffen Ton und in seinen Bildern