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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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meindeschule in Österreich zuteil werden. Angebereien, nament-lich beim Bezirksamt, welche ihn als eingefleischten Demo-kraten denunzierten, machten ihm viel zu schaffen, gingen aberdieses Mal, ohne irgend welchen Schaden anzurichten, glücklichvorüber.

Das Jahr 1851 erhöhte sein Glücksgefühl, es schenkteihm Familiensegen, eine Tochter, welche die einzige nebenseinen vier Söhnen blieb, und mit der er stets in außerordent-licher Innigkeit zusammenhing. Dazu kam, daß ZachariasFrankel in selbigem Jahr die theologische Arena wieder miteinerMonatsschrift" betrat, welche abweichend von derfrüherenZeitschrift" in erster Reihe wissenschaftlichen Inter-essen dienen sollte, und Graetz in ehrenvollster Weise zur Mit-arbeit aufforderte. Freudig stellte er sich unter diese Fahneund veröffentlichte in schneller Folge im ersten Jahrgang derMonatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums"(Oktober 1851 Dezember 1852) eine ganze Reihe historischerAbhandlungen:Jüdischgeschichtliche Studien",Rezensionder Rapoportschen Enzyklopädie",die talmndische Chrono-logie und Topographie",die absetzbaren Hohepriester wahrenddes zweiten Tempels", welche Abhandlungen sämtlich großeGelehrsamkeit, klaren Überblick und gereiftes Urteil bekunden.Es waren dies Vorarbeiten und Fundamente für die Dar-stellung der Ereignisse vom Untergang des jüdischen Staatesbis zum Abschluß des Talmuds, mit der er sich lange schonherumgetragen, und welche er nun in raschem Fluß nieder-schrieb und fertig stellte.

Mittlerweile mag wohl im Laufe des Jahres 1862 bei derBehörde des Bezirksamts ein Wechsel eingetreten sein, oderder Wind umgeschlagen haben, denn Graetz macht auf einmalwider alles Erwarten die ganz überraschende und schmerzlicheWahrnehmung, daß die unermüdlichen Ränke und böswilligenDenunziationen bei dein Bezirkshauptmann endlich doch ver-fangen hatten. Schwere Kränkungen und Demütigungendrohten ihm, die versuchte Gegenwehr erwies sich als aus-sichtslos, daraufhin kündigte er in Lundenburg sein Amt.

Es trieb ihn jetzt in das preußische Vaterland zurück,und er entschloß sich, mit seiner Familie nach Berlin überzu-siedeln. Ihn leitete dabei die Hoffnung, dort für die Ge-schichte des talmudischen Zeitalters, die er fast druckreif beendet