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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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der Organisation und Leitung einer solchen Schule zu be-trauen, vorausgesetzt, daß er bis dahin einen akademischen Graderlangt haben würde. Da auch bei deu Rabbiuatsvakanzeubereits an ihn gedacht und von ihm gesprochen wurde, mußtedie Promotion beschleunigt werden, und in einigen Wochen an-gestrengter Arbeit stellte er seine Dissertationsschrift fertig:Oe nutoritate st vi, quam Auosts tu ckuäaäsmum lmlmertt",auf welche er April 1845 von der Universität Jena zum Doktorpromoviert wurde. Die Abhandlung wurde noch im selbenJahr unter dem Titel:Gnostizismus und Judentum" alsseine erste selbständige Arbeit veröffentlicht Die eingehendeKenntnis der patristischen Literatur, die geschichtlich individuali-sierende Auffassung verschiedener Talmudstellen, eine glücklicheKombinationsgabe, welche dem dunkelsten Buch der rabbiuischenLiteratur, dem 120 , ch zum ersten Male einige Helle Seitenabgewinnt, dazu eine durchsichtige Klarheit in Anordnung undVortrag, zeichnen die Schrift aus und zeigen schon völlig daseigenartige Gepräge seines wissenschaftlichen Geistes; dieselbewurde von den verschiedensten Seiten beifällig ausgenommen,sie hat ihm in der jüdischen Gelehrtenwelt Stellung gegeben.

Solche überraschende Erfolge schwellten die Brust desliterarischen Novizen, der sich aus sich selbst mühsam und schwerdurchgerungen, mit berechtigter Freude und glücklichen Hoff-nungen. Sein Stern schien im Aufgehen. Die Flitterwochenseines ersten Ruhmes, bei deren Erinnerung es noch im spätenAlter wie ein Sonnenstrahl über sein Gesicht zog, gedachte erin der Nähe seiner Eltern zu verleben, und er nahm hierzuden Weg über Krotoschin. Hier im Hause seines Freundes tratihm das halbwüchsige Mädchen von ehedem, dessen Bild inseinem Gedächtnis wohl zurückgetreten, mit seinem verblassen-den Schimmer aber doch nicht ganz erloschen war, als auf-blühende Jungfrau entgegen; es war die Tochter des Besitzersder bekannten hebräischen Buchdruckerei, M 0 n a s ch. Beidemachten einen tiefen Eindruck aufeinander. Graetz, der seineErwartungen von der Zukunft nunmehr als gesichert betrachtenzu dürfen meinte, machte aus seinen Gefühlen lein Hehl, undda dieselben erwidert wurden, tauschten sie als Brautpaar das

ODas Buch der Schöpfung", das eine halb philosophische, halbmystische Weltanschauung entwickelt.