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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
Entstehung
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vorteilhafteste in die wissenschaftliche Welt einführte?) DieBesprechung des Lehrbuches, mit deren Veröffentlichung imLiteraturblatt desOrient" Ende 1844 begonnen ward, unddie im so genden Jahre in einer ganzen Serie von Artikelnfortgeführt wurde, bot ihm die Handhabe, um seine eigenenAnsichten über den Gegenstand darzulegen, und es ist dabeireiches Wissen, Beherrschung des Stoffes, Sprachgefühl,wissenschaftlicher Instinkt und noch dazu ein erhebliches Stil-talent gar nicht zu verkennen. Die Kritik des Buches selbstist oft treffend, jedoch scharf gehalten, vielleicht nicht frei vonAnimosität. Es lag eben stets im Charakter von Graetz, seineMeinung klar und unverhohlen auszusprechen. Geiger, derallerdings provoziert war, hat darauf auch nicht ganz objektivimIsraelit des 19. Jahrhunderts" in noch schärferen Artikelnrepliziert, welche auf das Persönliche hinübergreifen, an Ver-sehen und Nebendinge sich anklammern und hierdurch dartun,welches Gewicht dem Auftreten seines jungen Antagonistenbeigemessen wurde.

Jedenfalls hatte Graetz die Aufmerksamkeit weiterer Kreiseauf sich gezogen, und gar zu Breslau auf der Karlsstraße warer mit einem Schlage in den Mittelpunkt des Tagesinteressesgetreten. Die Orthodoxen knüpften mit ihm an, wiewohl ersie keinen Augenblick darüber im Ungewissen ließ, daß ihr Partei-programm von ihm nicht gebilligt und ihre religiösen An-schauungen nicht geteilt würden, daß er vielmehr seinemeigenen Kopfe folge und sich nur von der unverwüstlichenAnhänglichkeit an das positive Judentum leiten lasse; indeshielt er sie von manchen törichten und fanatischen Schrittenzurück und gab ihnen den Rat, da Geiger trotz aller orthodoxenOpposition mit starker Hand eine Religionsschule ins Lebengerufen, welche auch prosperierte, die Fühlung mit dem nach-wachsenden Geschlecht sich nicht entwinden zu lassen und eineähnliche Religionsschule in konservativem Geiste zu schaffen.Der Rat schien auf fruchtbaren Boden zu fallen, und manbedeutete den Berater, daß man die Absicht habe, ihn mit

H Als sein erstes literarisches Auftreten kann wohl ein Artikel bezeichnetwerden im Hauptblatt des Orients, Jahrg. 1843, S. 391 ff. über die damalsschwebende StreitfrageÜber die Heiligkeit der jüdischen Begräbnisplätze",anonhm und von Breslau 22. Nov. datiert. Das Scharmützeln gegen Geigerbeginnt im Hauptblatt des Orients, Jahrg. 1844, S. 21.