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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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dischsn Vorträge des Rabbiners mit großem Eifer und Erfolg/so daß der letztere ihm ein reges Wohlwollen zuwandte undgroße Stücke auf ihn hielt, ohne jedoch feine künftige Bedeu-tung zu ahnen.

Indes füllten die rabbinischen Studien seinen Geist nichtans, ein unauslöschlicher Wissensdurst brach bei ihm durch,und er verschlang jedes Buch, das ihm in die Hände fiel. Daswaren freilich zunächst Ritterromane, wie sie damals inSchwung waren, unter denen namentlich der heute vergesseneRaspo von Felseneck" einen tiefen Eindruck auf ihn machte.Bon einem Gönner zurechtgewiesen und mit geeignetererLektüre versorgt, las er mit großem Wohlgefallen die erzählen-den und moralischen Schriften von Campe und fiel zugleichüber geschichtliche Bücher her, die ihn mächtig anzogen, studiertedie kleine Weltgeschichte von Bredow, dann die große vonBecker, und eine Lebensgeschichte Napoleons, wobei er klein-laut sich gestehen mußte, das Meiste nicht verstanden zu haben.Bald begriff er die Notwendigkeit, sich die Kenntnis des Fran-zösischen und Lateinischen anzneignen. Ohne Lehrer, ohneAnleitung, ohne anderen Beirat, als den gleichgesinnterGenossen, nahm er sich die französische Grammatik von Mei-dinger und später die lateinische von Bröder vor, und lernteeben alles auswendig, was er darin vorfand. Er war über-glücklich, als er die fremden Klassiker in ihrer eigenen Sprachezu lesen beginnen konnte. In seinem Lerneifer ließ er sichstets vom Zufall treiben; was dieser ihm in die Hand spielte,das ergriff er leidenschaftlich und sprungweise. Er stößt aufeinen Euklid in irgend einer Übersetzung, sofort macht er sichungestüm über denselben her, so schwer es ihm auch wird,einen klaren Einblick in den Begriff und die Methode derGeometrie zu erlangen. Ein polnischer Wanderrabbi, dereinen von ihm verfaßten Hiobkommentarch ausbietet, kommtnach Wollstein und findet dort Beifall und Ehrung; Grundgenug für den eifrigen, dabei höchst ehrgeizigen Talmud-schüler, monatelange für nichts anderes Interesse zu haben,als für Bibelexegese und hebräische Grammatik. Ein feineslebhaftes Naturgefühl, dessen Empfänglichkeit er sich bis insspäteste Alter bewahrt hat, überkommt ihn und er bietet alles

i) Wahrscheinlich :->.>» -irr von Simcha Arje ben Efraim Fischel,

Lemberg 1833.