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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
Entstehung
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Wissensgebiete der Jugend zu erschließen sich bemühte, dortihren Mittelpunkt hatte.

Durch die straffe Organisation, welche die polnischenGebietsteile auf preußischen Fuß stellte, hatten sämtlicheVerhältnisse eine so grundstürzende Umwandlung erfahren,daß die Juden in den neuen Zuständen sich anfangs gar nichtzurecht zu finden vermochten. Gegen die staatlichen undwirtschaftlichen Mächte war nicht anzukämpfen, ihnen mußteman sich ohne weiteres anzuschmiegen suchen. Dagegen warman mit aller Kraft bestrebt, die religiöse Observanz und dieüberkommene Sitte im altgewohnten Geleis, rein und unbe-rührt von fremden und verdächtigen Einflüssen, zu erhalten.Das talmudische Schrifttum sollte auch ferner Ausgangs-nnd Zielpunkt alles Lernens und Wissens bleiben, die religiösenFormen oder die als religiös angesehenen Lebensgewohn-heiten sollten von ihrer rigorosen Strenge und Geltung nichtseinbüßen. Dem Drängen und Mahnen der preußischenRegierung, durch Errichtung geeigneter Schulen für einezeitgemäße Erziehung und Ausbildung der Jugend zu sorgen,wußte man bald durch Ausflüchte, bald durch Versprechungenauszuweichen. Auf die Dauer waren jene Einflüsse trotzdemnicht fern zu halten, Funken von dem Berliner Aufklärungs-herd flogen nach der Provinz herüber und traten bald in einerGroßgemeinde sichtbar zutage, und zwar in Posen, das überden talmudischen Ruhm und die altersgraue Frömmigkeitseines Ghettos stolz und eifersüchtig wachte.

In Posen wurde nämlich das Rabbinat erledigt, undman hatte im Jahre 1802 für dessen Besetzung den Bruderdes verstorbenen Rabbiners, einen Stocktalmndisten altenSchlages aus dem fernen Tarnopol, Samuel ben MosesPinchas Falkenfeld, Verfasser des pan> in Aussicht

genommen. Da wagten es einige jüngere Männer, allerdingsunter fingierten Namen, bei der Regierung gegen die Wahleinesrohen Polack" Protest einzulegen, für welchen dieMengedurch die kabbalistische Fabel" eingenommen werde,daß nach einer angeblichen Genealogie dieser Podolierzu demjenigen Stamme gehöret, aus welchem der jüdischeErlöser zu erwarten sei u. dgl. in." Die Regierung berück-sichtigte den Protest und beschied die Beschwerdeführer ineinem ahnen günstigen Sinne. Wegen der fingierten Namen