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Ihr jetzt meint. Vergeht daher Alles, und laßt uns Schlangeund Hist nachrudern, als ob von der Sache gar nicht die Redegewesen wäre."
Judith war tief gekränkt, und was Mehr ist, tief betrübt.Eck lag eine Ruhe und Festigkeit in Wildtödter's Benehmen, welcheihre Hoffnungen gänzlich erstickte, und ihr zeigte, daß dießmal ihreaußerordentliche Schönheit doch verfehlt hatte, die Bewunderungund Huldigung zu erwecken, die ihr sonst immer entgegenkamen.Man sagt, Frauen vergeben denen selten, die ihr Entgegenkommenmißachten; aber dieß hochsinnige und heftige Mädchen hegte nie,weder damals noch später, auch nur einen Schatten von Erbitte-rung gegen den offenen und frcimüthigen Jäger. Im Augenblickwar das vorwiegende Gefühl der Wunsch, sich zu vergewissern, obkein Mißverständlich obwalte. Nach einer weitern, peinlichen Pausebrachte sie daher die Sache zu einem Ende durch eine Frage, diezu einfach war, um eine Mißdeutung zuzulaffen.
„Gott verhüte, daß wir uns für's spätere Leben Reue bereitendurch einen Mangel an Offenheit jetzt," sagte sie. „Ich hoffe, wirverstehen einander wenigstens. Ihr wollt mich nicht zum Weibnehmen, Wildtödter?"
„Es ist besser für Beide, wenn ich Eure unüberlegte Hastmir nicht zu Nutze mache, Judith. Wir können uns nimmermehrheirathen."
„Ihr liebt mich nicht, — Euer Herz ist vielleicht nicht imStande mich zu achte», Wildtödter!"
„Alles und Jedes in guter Freundschaft, Judith — Alles,meine Dienste und mein Lebe» selbst. Ja, ich wollte so Biel fürEuch wagen, in diesem Augenblick, als für Hist selbst; und das istso Viel gesagt, als ich nur zu Gunsten einer Tochter des Weibessagen kann. Ich glaube, ich fühle mich gegen Keine von Beidenso gesinnt — merkt es, Judith, ich sage Keine! — als möchteich Vater und Mutter verlassen — wenn Vater und Mutter noch