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Freundschaft, wo nicht in erneuertem vertrauterem Verkehr wiederbegegnen würden.
Als Alle an Bord waren, wurden die Ruder besetzt, und dieArche bewegte sich in ihrer schwerfälligen Weise dem fernen Land-vorsprung zu. Wildtödter und Chingachgook zogen jetzt zwei derCanoes aus dem Wasser und brachten sie in das Castell. Thüreuund Fenster wurden dann verriegelt, und das Haus wurde mittelstder Fallthüre auf die schon beschriebene Weise verlassen. BeimVerlassen der Pallisaden sah man Hist in dem übrigen Canoe, woder Delaware alsbald sich zu ihr gesellte und fortruderte, so daßJudith allein auf der Plattform stehen blieb. In Folge dieserraschen Bewegungen fand sich Wildtödter allein mit der schönen,und noch immer weinenden Leidtragenden. Zu unbefangen, umirgend einen Verdacht zu hegen, ruderte der junge Mann sei»leichtes Boot herum, und nahm darin seine Herrin auf, worauf erdieselbe Richtung wie sein Freund einschlug.
Die Fahrt nach dem Vorsprung führte schräg, und zwar innicht großer Entfernung an den Gräbern der Todten vorbei. Alsdas Canoe dort vorüber glitt, redete Judith, ^zum ersten Mal diesenMorgens mit ihrem Begleiter. <^Sie sprach nur Wenig, — siethat nur die einfache Bitte an ihn, ein paar Minuten zu halten,ehe er die Stelle verließe.
„Ich sehe diesen Platz vielleicht nie wieder, Wildtödter," sagtesie, „und er enthält die Leichen meiner Mutter und meiner Schwe-ster! . Ist es nicht möglich, was meint Ihr, daß die Unschuld desEinen dieser beiden Wesen in den Augen Gottes für das HeilBeider gntsprcche?"
„Ich verstehe es nicht so, Judith; aber ich bin kein Missionärund nur dürftig unterrichtet. Jeder Geist steht ein für seine eignenFehltritte; obwohl eine herzliche Reue Gottes Gesetzen genügen kann."
„Dann muß meine arme, arme Mutter im Himmel seyn! —Bitter — bitter hat sie ihre Sünden bereut; und gewiß, es sollten