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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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des unglücklichen Mädchens war schon weit erhaben und entrücktüber die Jrrthümer oder Täuschungen irgend eines menschliche»Rituals. Es fehlte jedoch diesen einfachen Bräuchen nicht ganz angeziemender Begleitung und Zuthat. Die Thränen Judith's undHist's flössen ungehemmt, und Wildtödter starrte in das klare Wasser»das jetzt über Einer wogte, deren Geist noch reiner sogar war, alsseine eignen Gebirgsquellen, mit glänzenden Auge». Selbst derDelaware wandte sich ab, seine Rührung zu verbergen, währenddie gemeinen Soldaten der Ceremonie mit staunenden Augen undernsteren Empfindungen zusahen.

Mit dieser frommen Pflichterfüllung schloß sich das Geschäftdes Tages. Auf Befehl des kommandirende» Ofstciers begabensich Alle früh zur Ruhe, denn es war der Plan, mit Tagesanbruchden Rückmarsch wieder anzutreten. Eine Abtheilung, welche dieVerwundeten, die Gefangene» sund die Trophäen mit sich führte,hatte wirklich schon im Laufe des Tags, unter Hurry's Führung,das Castell verlassen, mit der Absicht, in kürzer» Märschen dasFort zu erreichen. Sie war auf dem oft erwähnten Vorsprung,den wir auf den ersten Blättern beschrieben haben, an's Land gesetztworden; und als die Sonne unterging, lagerte sie schon auf derHohe der langhingestreckten, unterbrochnen, unebnen Hügel, diegegen das Thal des Mohawk hin abfielen. Der Abmarsch dieserAbtheilung hatte die Pflichten des folgenden Tages sehr vereinfacht,indem er den Marsch um das Gepäck und die Verwundeten erleich-terte, und überhaupt dem Befehlshaber größere Freiheit in seinenBewegungen ließ.

Judith sprach nach dem Tode ihrer Schwester mit Niemandals mit Hist, bis sie sich für diese Nacht zur Ruhe begab. Manhatte ihren Kummer geachtet, und die beiden Mädchen mit demLeichnam, bis auf den letzten Augenblick, ungestört allein gelassen.Das Raffeln der Trommeln unterbrach die Stille dieses friedliche»Wassers, und man vernahm sobald nach dem Schluß der Ceremonie