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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Zweiunddreißigstes Kapitel»

Du kannst nicht mit! Hör' an, ich bin'.

Hör' an und laß eS sehn.

Was ist der Wald für AufenthaltFür Dich, du Mädchen fein!

In Frost und Schnee, in Durst und Weh,

In Hunger, Furcht und Schmerz;

Nein, Mädchen, nein! es kann nicht sehn,Bleib' hier und still' dein Herz.

Was wird die Stadt, die Zungen hat,

So scharf wie Spieß und Schwert,

Für bittre Schmach dir reden nach,

Wenn sie die Flucht erfährt?"

Da» nußbraune Mädchen (nach Herder'» Bearbeitung.)

Der noch übrige Tag ward ein sehr melancholischer, ob-gleich eS nicht an lebhafter Thätigkeit fehlte. Die Soldaten,welche vor Kurzem beschäftigt gewesen, ihre Opfer zu beerdigen,hatten jetzt die Aufgabe, ihre eigenen Tobten zu bestatten. DieScene des Morgens hatte einen trüben Eindruck bei all' denGentlcmeu der Truppe zurückgelaffen; und die Uebrigen empfandenden Einstuß einer ähnlichen Stimmung in verschiedener Weise, undin Folge verschiedener Ursachen. Stunde um Stunde schleppte sichhin bis der Abend anbrach, und dann kamen die letzten trau-rigen Pflichten zu Ehren der armen Hetty Hutter. Ihr Leichnamward in den See versenkt, neben dem der Mutter, die sie so ge-liebt und geehrt hatte; und der Wundarzt, obwohl in der Thatein völliger Ungläubiger, beguemte sich so weit dem hergebrachtenAnstand und Brauch, daß er über ihrem Grabe das Leichengebetlas, wie er früher schon über dem Grabe der andern gefallenenChristen gethan hatte. Es war gleichgültig, das allsehendeAuge, das in den Herzen liest, wußte dennoch wohl zu unterschei-den zwischen den Lebendigen und den Tobten, und die sanfte Seele