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dem ärmlichen Lager, mit der Willigkeit eines Kindes den Wün-schen des Mädchens sich fügend.
„Ich fühle, Wildtödter," begann sie wieder, „obgleich ichnicht angeben könnte warnm — aber ich fühle, daß Ihr und ichnicht für immer scheiden. Es ist ein sonderbares Gefühl! Ichhatte es nie früher; ich mochte wissen, woher cs kommt."
„Es ist Gott, der Euch in der letzten Noth stärkt, Hetty;als solches innß es gehegt und geachtet werden. Ja, wir wer-den uns wieder sehen, obgleich noch lange Zeit vorher vergehenmag, nnd in einem weitentfernten Lande!"
„Denkt Ihr auch in dem See begraben zu werden? Wenndieß ist, so könnte es dieß Gefühl erklären."
„Das ist wenig wahrscheinlich, Mädchen, das ist nicht wahr-scheinlich; aber es gibt ein Reich für christliche Seelen, wo esweder Sce'n noch Wälder gibt, wie sie sagen; wiewohl ich mirnicht erklären kann, warum die letzter» nicht da seyn sollten; an-gesehen daß cs doch um Friede und Lnstsamkeit zu thun ist. MeinGrab wird im Walde seyn, höchst wahrscheinlich, aber ich hoffe,mein Geist wird nicht fern sehn von dem Eurigen!"
„So muß es also seyn. Ich bin zu schwachsinnig, um dieseSache» zu verstehen, aber ich fühle, daß Ihr und ich uns Wie-dersehen werden. Schwester, wo bist Du? Ich sehe jetzt Nichtsmehr als Finsterniß. Es muß gewiß Nacht seyn!"
„Oh! Hetty, ich bin hier, an Deiner Seite; das sind meineArme, die Dich umschlingen," schluchzte Judith. „Sprich, Thcuerstc;hast Du Etwas zu sagen, wünschest Du Etwas in diesem ernstenAugenblick?"
Inzwischen war Hetty's Gesicht ganz vergangen. Dennochnahte der Tod nicht mit seinen gewöhnlichen Schauern, als wollteer ein geistig nur halb begabtes Wesen zarter behandeln. Siewar bleich wie eine Leiche, über ihr Athem war leicht und unnn-terbrochen, während ihre Stimme, obwohl fast zu einem Flüstern