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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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schwachsinnig, und die rothen Männer haben mir nie zuvor einLeid gethan. Es würde mich bekümmern, wenn ich denken müßte,sie hätten ihren Sinn geändert. Es freut mich auch, Judith, daßsie Hurry nicht verletzt haben. Wildtödtern, glaube ich, wird Gottvon Niemand ein Leid widerfahren lassen. Es war ein großesGlück, daß die Soldaten gerade in dem Augenblick kamen, denndas Feuer muß brennen."

Es war in der That ein Glück, meine Schwester; Gottesheiliger Name setz immerdar gepriesen für diese Barmherzigkeit!"

Ich glaube fast, Judith, Du kennst Einen oder den Andernvon den Ofsteicren; Du kanntest ja immer so Viele!"

Judith antwortete nicht: sie verbarg ihr Gesicht in den Händenund stöhnte. Hetty schaute sie verwundert an; aber natürlich vor-aussetzend, ihr eigner Zustand scy der Grund dieser Betrübniß,suchte sie ihre Schwester freundlich zu trösten. ,

Scy wegen meiner unbekümmert," sagte das gefühlvolle undherzeusreine Geschöpf.Mir widerfährt nichts Schlimmes, wennich sterbe; sind ja Vater und Mutter Beide todt, und was ihnengeschah, mag mir immerhin auch geschehen. Du weißt, cs ist anmir weniger gelegen, als an Einem von der Familie; daher werde»Wenige an mich denken, wenn ich einmal im See liege."

,;Nei», ueinrjncin arme, liebe, liebe Hetty!" rief Judithin einem unbezähmbaren Ausbruch von Jammer,Ich wenig-stens werde immer an Dich denken; und freudig, oh! wie freudigwürde ich mit Dir tauschen, um das reine, herrliche, sündenloseGeschöpf zu scyn, das Du bist!"

Bis jetzt war Capital» Warley an die Thüre der Cajüte ge-lehnt gestanden; als dieser Ausbruch von Schmerz, und vielleichtvon Rene, das schöne Mädchen übermanute, schritt er langsam undnachdenklich weg, und ging selbst an dem Fähnrich, der eben dieBehandlung des Wundarzts zu erdulden hatte, vorüber, ohne vonihm Knude zu nehmen.