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Einimddreißigstes Kapitel.
Die Blume, die heute lacht.
Ist morgen verblüht;
Was gern wir ewig gedacht.
Lockt uns und flieht.
Was ist die Lust der Welt?
Ein Blitz der spottend erhellt
Die Nacht, und glänzt, und fällt.
Shelley.
Das Bild, welches zunächst die von den unglücklichen Huronenzu ihreni letzten Lagerplatz gewählte Landspitze darbot, brauchtkaum dem Auge des Lesers vorgeführt zu werden. Zum Glückfür die Zärterfühlenden und Furchtsameren hatten die Baum-stämme, das Laub und der Pulverdampf Viel von dem, was vor-ging, verborgen, und bald darauf zog die Nacht ihren Schleierüber den See und die ganze, dem Anschein nach grenzenloseWildniß, die sich, kann man sagen, mit entfernten und unwesent-lichen Unterbrechungen von den Ufern des Hudsons bis an dieKüsten des stillen Oceans erstreckte. Unsere Aufgabe führt uns zudem folgenden Tag, wo das Licht auf die Erde wiederkehrte, sosonnig und lächelnd, als wäre nichts Außerordentliches vorgefallen.
Als am nächsten Morgen die Sonne sich erhob, waren alleAnzeichen von Feindseligkeit und KriegSlärm von dem Becken desGlimmerglas verschwunden. Das entsetzliche Ereigniß des vorigenAbends hatte keine Spuren auf dem friedlichen Wasserspiegel zu-rückgelaffen, und die unermüdlichen Stunden verfolgten ihren Laufin der harmlosen Ordnung, die ihnen von der mächtigen Hand,welche sie in Bewegung setzte, vorgezeichnet war. Die Vögelschwammen wieder ans dem Wasser, oder schwebten von ihrenSchwingen getragen hoch über den Wipfeln der höchsten Fichtender Berge, lustig ihre Bahnen auf und nieder beschreibend, gehorsamDer Wiwlödicr. 3. Aufl. 4Z