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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
645
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heim mit Erzählen von Neberliefernngen solcher Scene», wie vonSchlachten »nd Siegen ihres Volkes, vertrieben sich die altenMänner die langen Winterabende in ihren Hütten. Er erwartetejetzt mit Bestimmtheit das Ende seiner Laufbahn, und empfandeine Art schwermüthige Freude bei dem Gedanken, daß er durcheine so geliebte Waffe, wie die Büchse, fallen sollte. Einekleine Unterbrechung jedoch trat noch ein, ehe die Sache vor sichgehen konnte.

Hetty Hutter war Zeugin von Allem was vorging, und dasSchauspiel hatte zuerst auf ihren schwachen Geist völlig lähmendgewirkt: jetzt aber hatte sie sich erholt, und ihr Gemüth empörtesich über die unverdienten Leiden, womit die Indianer ihren Freundquälten. Obwohl schüchtern und scheu wie das Junge der Hirsch-kuh bei manchen Gelegenheiten, war doch dieß Mädchen von rich-tigem Gefühl immer unerschrocken, wenn es die Sache der Mensch-lichkeit galt; die Lehren ihrer Mutter, und die Antriebe ihreseigenen Herzens vielleicht dürften wir sagen: die Eingebungenjenes unsichtbaren, reinen Geistes, der immer ihre Handlungen zubewachen und zu leiten schien vereinigten sich, die weiblicheFurchtsamkeit niederznhalten, und sie zu kühner Entschlossenheit zukräftigen. Sie erschien jetzt in dem Kreis, sanft, weiblich, sogarverschämt in ihrem Wesen, wie gewöhnlich, aber ernst in ihrenWorten und Mienen, und redend wie Eine, die sich durch dieVollmacht Gottes unterstützt weiß.

Warum martert Ihr de» Wildtödter, rothe Männer?" fragtesic.Was hat er gethan, daß Ihr mit seinem Leben spielt; Werhat Euch das Recht gegeben, seine Richter zu sehn? Setzt denFall, eins Eurer Messer oder ein Tomahawk hätte ihn getroffen:welcher Indianer unter Euch Allen könnte die Wunde heilen, dieIhr gemacht? Ueberdicß, wenn Ihr Wildtödter ei» Leid thut,verletzt Ihr Euer» Freund; als Vater und Hurry'anf Eure Skalpeauszogen, weigerte er sich daran Theil zu nehmen, und blieb allein