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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Nennundzwanzigstes Kapitel.

Din zottigen Bär focht nicht an der Pfahl,

Und nicht daS Zerren der grausamen MentetStill lag der Hirsch in dem umbuschten Thal,

Der schäumende Eber nicht den Zagdspicß scheute;Alles war still in Wildnis, Busch und Hag,

Lord Dorsct.

Es war einer der gewöhnlichen Gebräuche der Wilden beisolchen Gelegenheiten, die Nerven ihrer Opfer auf die härtestenProben zu stellen. Andrerseits war es ein Ehrenpunkt indianischenStolzes, keine Anwandlung von Furcht und keine Schmerzempfin-dllng zu verrathen; der Gefangene aber mußte seine Feinde zusolchen Mißhandlungen herauszufordern suchen, welche am ehestenden Tod zur Folge hatten. Man kannte manchen Krieger, demes gelungen war seine Qualen abzukürzeu durch höhnische Vor-würfe und eine beschimpfende Sprache, wenn er merkte, daß seinephysische Organisation zu erliegen drohte unter dem Schmerz vonMartern, ausgesonnen durch eine teuflische Erfindsamkeit, die wohlAlles verdunkeln mochte, was mau von den höllischen Grausamkeitenreligiösen Vcrfolgnngscifers gesagt hat. Dieß glückliche Auskunfts-mittel jedoch, gegen die Wildheit seiner Feinde ihre Leidenschaftenselbst zu Hülfe zu rufen, war Wildtödtern versagt durch seineeigenthümlicheu Begriffe von der Pflicht eines weißen Mannes;und er hatte den männlich festen Entschluß gefaßt, lieber Alles zuerdulden, als seiner Farbe Schande zu machen.

Sobald die jungen Männer merkten, daß ihnen frei stand,anzufangen, sprangen Einige der kühnsten und dreistesten unter ihnenauf den Platz vor, den Tomahawk in der Hand. Hier schickten siesich, an, diese gefährliche Waffe zu schleudern, wobei die Absichtwar, den Baum so nahe als möglich am Kopf des Opfers zu tref-fen, ohne doch dieses selbst zu verletzen. Dieß war ein so gewagtes