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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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zu schaffen, falls wir nahe genug bei einander wohnten, das wärekeine so große Aufgabe, aber Euer Mann zu werden, nnd derVater von Euren Kindern, dazu fühle ich, ehrlich mit Euchgesprochen, keinen Beruf in mir."

Seht diesen Knaben an, grausames Bleichgesicht; er hatkeinen Vater, der ihn lehren könnte, das Wild zu tödten, oderSkalpe zu nehmen. Seht dieß Mädchen; welcher junge Mannwird kommen, um sich ein Weib zu suche» in einer Hütte, die keinHaupt hat? Noch mehrere sind unter meinem Volke in denCanoes, und der Tödtcr des Wildes wird so viele Mäuler zufüttern finden, als sein Herz wünschen mag."

Ich sage Euch, Weib," rief Wildtödter, dessen Phantasiekeineswegs die Aufforderung der Wittwe unterstützte, und der beiden lebhaften Gemälden, welche sie entwarf, ungeduldig und stättischzu werden anfing,das Alles ist mir Nichts. Das Volk nnd dieVerwandten müssen sich ihrer Vaterlosen annehmcn, und die, diekeine Kinder haben, ihrer Einsamkeit überlassen. Was mich betrifft,ich habe keine Sprößlinge und begehre kein Weib. Jetzt gehtEures Weges, Snmach, laßt mich in den Händen Eurer Häuptlinge;denn meine Farbe und Gaben und meine Natur selbst schreiengegen die Idee, Euch zum Weib zu nehmen."

Es ist unnöthig, weitläustig zu seyn über die Wirkungen dieserunumwundnen Ablehnung der Vorschläge des Weibes. Wennetwas wie Zärtlichkeit in ihrem Busen war und kein Weibvielleicht entbehrte je ganz dieser weiblichen Eigenschaft soverschwand dieß ganz bei dieser einfachen Erklärung. Rachsucht,Wnth, gekränkter Stolz und ein Vulkan von Zorn brachen inEinem Erguß los, und verwandelten sie wie mit einer Zauberruthein eine Art Wahnsinnige. Ohne ihn einer Antwort in Worten zuwürdigen, machte sie die Wölbungen des Waldes von ihrem Gekreischeerdröhnen, und dann stürzte sie auf ihr Opfer los, und ergriff ihnbei den Haaren, die sie ihm mit den Wurzeln anszureißen ent-