„Grausames Bleichgesicht, was hatten meine Krieger gcthan,daß Ihr sie erschlüget? Sie waren die besten Jäger und die kühnstenjungen Männer ihres Stammes; der Große Geist wollte, daß sieleben sollten bis sie verwitterten gleich den Zweigen der Tanne,und durch ihre eigene Wucht abfielen."
„Nein, nein, gute Sumach," unterbrach sie der Wildtödter,dessen Wahrheitsliebe zu unbezwinglich war, um geduldig solchenHyperbel» zuzuhören, selbst wenn sie ans dem zerrissenen Herzeneiner Wittwe kamen, — „Nein, nein, gute Sumach, das heißtdie Vorrechte der Nothhäutc etwas überlreiben. Ein junger Mannwar Keiner, so wenig als Ihr eine junge Frau genannt werdenkönnt; und was des Großen Geistes Willen anlangt, daß sie hättenauf eine andere Weise fallen sollen, als sie fielen, so ist das eintrauriger Zrrthum, sintemal, was der Große Geist will, ganzgewiß in Erfüllung geht. Und dann weiter ist es zwar ganz klar,daß keiner Eurer Freunde mir ein Leid that; ich erhob aber meineHand gegen sie wegen dessen, was sie mir zu thun trachteten,und nicht, was sie mir thaten. Das ist natürliches Gesetz: seineHand gebrauchen, damit man nicht der Hand des Andern erliege."
„Es ist so. Sumach hat nur eine Zunge; sie kann nur eineGeschichte erzählen. Das Bleichgesicht erschlug die Huronen, damitnicht die Huronen ihn erschlügen. Die Huronen sind eine gerechteNation, sie werden es vergessen, die Häuptlinge werden ihre Augenschließen nnd sich stellen, als hätten sie es nicht gesehen. Diejungen Männer werden glauben, der Panther und der Luchs sehenans ferne Jagden gezogen; und die Sumach wird ihre Kinder beider Hand nehmen, nnd in die Hütte des Bleichgesichts gehen, undsagen: Seht, das sind Eure Kinder— sie sind auch die »reinigen;ernährt uns und wir wollen bei Euch wohnen."
„Die Bedingungen sind nicht annehmbar, Weib; und so sehrich Eure Verluste bedaure, welche hart zu tragen sehn müssen,können doch die Anträge nicht angenommen werden. Euch Wildpret