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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
563
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weg, und kam auf den Gegenstand zn sprechen, wegen dessen erdie Besprechung begehrt hatte.

Ich verstand Euch so, Judith, daß Ihr mir diese Büchsehabt geben wollen. Ich willigte ein, ste zu nehmen, weil einjunges Weib mit Feuerwaffen nicht Viel aufangcn kann. DieWaffe hat einen großen Namen, und sie verdient ihn, und solltevon Rechtswegen von einer bekannten und sichern Hand geführtwerden, denn der beste Ruf kann verloren gehen durch nachlässigeund achtlose Behandlung/'

Kann sie in bessern Hände» sey», als worin sie jetzt ist, Wildtöd-ter? Thomas Hutter fehlte selten damit; bei Euch wird sie gewiß"

Gewisser Tod!" unterbrach sie der Jäger lachend.Ichkannte einmal einen Bibermann, der ein Gewehr hatte, das erebenso nannte, aber es war lauter Prahlerei, deun ich habe De-laware« gekannt, die ebenso sicher waren mit Pfeilen auf eine kleineSchußweite. Indessen, ich will meine Gaben nicht läugnenund dieß ist eine Gabe, Judith, und nicht Natur und willdaher zugeben, daß die Büchse nicht wohl in bessern Händensehn könnte, als worin sie sich jetzt befindet. Aber wie lang wirdsie wahrscheinlich darin bleiben? Unter uns mag die Wahrheitgesagt werden, obgleich ich sie vor Schlange und Hist nicht gernekund werden ließe; aber Euch kann ich die Wahrheit sagen, sinte-mal Ener Gefühl wohl nicht so dadurch gemartert werden wird,als das von denjenigen, welche mich länger und genauer kennen!Wie lang werde ich muthmaßlich diese Büchse, oder irgend eineandere behalten? Das ist eine ernste Frage, bei der unsre Ge-danken zu verweilen haben; und sollte das eintreten, was sogarwahrscheinlich.ist, so wäre Killdeer ohne einen Eigenthümer."

Judith hörte mit anscheinender Fassung zu, obwohl der innereKampf sie beinahe überwältigte. Da sie jedoch den eigenthümlichenCharakter ihres Gesellschafters zn würdigen wußte, gelang es ihr,ruhig zu erscheinen, obwohl ein Mann von seiner scharfen Beobachtung,