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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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insbesondere hingelenkt durch den Umstund, daß beide mit Tinte schwarzunterstrichen waren. Sonst fand sich Nichts unter den Papieren,was zur Entdeckung des Namens oder des Wohnorts von Hutter'SGattin sichren konnte. Alle Daten, Unterschriften und Adressenwaren von den Briefen weggeschnittcn, und wo ein Wort im Textselbst vorkam, das einen Schlüssel liefern konnte, war es auf'ssorgsamste ausgelöscht. So fand Judith alle ihre Hoffnungen, zuerfahren. Wer ihre Eltern gewesen, getäuscht, und sie war ge-nöthigt, in Betreff ihrer ganzen Zukunft wieder auf ihre eignenHülfsquellen und Lebensgewohnheiten zurückzukommen. Ihre Erin-nerung an ihrer Mutter Benehmen, Gespräche und Leiden ergänz-ten manche Lücken in den jetzt von ihr entdeckten historischenUmständen; und die Wahrheit stand in ihren allgemeinen Umrissendeutlich genug vor ihr, um ihr in der That alle Lust zu benehmennach weiteren Details. Sie warf sich wieder ans ihren Sitz zurückund bat einfach ihren Genossen, die Untersuchung der übrigenArtikel in dem Schranke zu beendigen, da er noch Etwas vonWichtigkeit enthalten könne.

Ich will es thun, Judith; ich will es thun, versetzte dergeduldige Wildtödter,aber wenn noch mehr Briefe zum Lesendarin sind, werden wir die Sonne wieder am Himmel sehen, eheIhr mit dem Lesen fertig geworden! Zwei gute Stunden habtIhr in diese Stücke Papier hineingeschaut!"

Sie melden mir von meinen Eltern, Wildtödter, und habenmeine Plane für mein Leben bestimmt. Ein Mädchen ist wohl zuentschuldigen, das von seinem eignen Vater und Mutter liest,und dazu noch zum erstenmal in ihrem Leben. Es thut mir leid,daß ich Euch habe lange warten lassen."

Sevd unbekümmert wegen meiner, Mädchen, ganz unbe-kümmert. Es trägt Wenig aus, ob ich schlafe oder wache; abervbschon ihr lieblich anzusehen und so schön seyd, Judith, ist esdoch nicht ganz angenehm, so lange dazusitzen und Euch Thränen