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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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vergießen zu ,ehen. Ich weiß, daß Thränen nicht nmbringen,..unddaß es manchen Leuten besser wird, wen» sie dünn und wann einpaar vergießen, besonders Franc»; aber ich möchte Euch dochimmer lieber lächeln als weinen sehen, Judith."

Diese galante Rede ward belohnt mit einem süßen, obwohlmelancholischen Lächeln; und dann bat das Mädchen ihren Genossennoch einmal, die Untersuchung des Schrankes z» beendigen. DasDurchsuchen dauerte nothwendig noch einige Zeit, während welcherJudith ihre Gedanke» sammelte und ihre Fassung wieder gewann.Sic nahm an der Durchsuchung keinen Aniheil, überließ Allesdem jungen Mann, und beobachtete selbst gleichgültig die verschie-denen Artikel, die zum Vorschein kamen. Es fand sich jedoch Nichtsweiter von vielem Interesse oder Werth. Ein paar Degen, wiesie damals Gentlemen trugen, einige Schnallen von Silber, oderso stark plattirt, daß sie von Silber schienen, und einige wenigeschöne weibliche Kleidungsstücks waren die wichtigsten Fündc. Essiel indessen Judith und Wildtödtern ein, daß manche von diesenDingen Wohl benutzt werden könnten, eine Unterhandlung mitden Irokesen einzuleiten; nur sah dabei der Letztere eine Schwie-rigkeit, die der Erster» nicht so in die Angen sprang. Das Ge-spräch ward zuerst wieder über diesen Umstand angeknüpft.

Und nun, Wildtödter," sagte Judith, können wir von Euchspreche», nnd von de» Mitteln, Euch aus den Händen der Huro-nen z» befreien. Ein Theil oder Alles, was Ihr in dem Schrankgesehen habt, wird von mir und Hetty mit Freuden hingegeben,um Euch in Freiheit zu setzen."

Nun, das ist großmüthig ja, cs ist durchaus mit frei-gebigem Herzen und freigebigen Händen gehandelt nnd großmüthig.Das ist die Art bei Weibern, wenn sie eine Freundschaft fassen,so thnn sie Nichts halb, sondern sind so bereit, ihr Hab nnd Guthinzngeben, als hätte es gar keinen Werth in ihren Augen. In-dessen so sehr ich Euch beiden danke, gerade wie wenn der HandelDer Wildtödter. 3. Aufl. 34