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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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<^möchtc traurig darüber sehn, daß ich nicht so schön sey wie Du;

obgleich sie darüber hätte ganz ruhig set>n können, den» ichgelüstete nie nach Etwas, das Dein ist, Schwester; aber gesagthat sie mir das! dennoch aber ist Schönheit in de» AugenBeider etwas sehr Einnehmendes. Ich glaube, wenn ich einMann wäre, ich würde mehr nach einem guten Aussehen michsehnen, denn als Mädchen. Ein schöner Mann ist ein diel ein-nehmenderer Anblick, als ein schönes Weib."

Armes Kind! Du weißt kaum was Du sagst, oder was Dumeinst! Schönheit bei unserem Geschlecht ist Etwas, aber beimMann gilt sie Wenig. Gewiß, ein Mann soll groß seyn, aberAndere sind auch groß, so gut wie Hurrh; und rüstig ichdenke, ich kenne Solche, die rüstiger sind: und stark nun,er hat auch nicht alle Stärke auf der Welt allein; und mnthig

sicherlich kann ich einen Jüngling nennen, der muthiger ist."

Das ist sonderbar, Judith. Ich hätte nicht geglaubt, daßauf Erden ein schönerer, oder stärkerer, oder rüstigerer, odermuthigercr Mann lebte, als Harrst Hurrst! Ich bin gewiß, ichsah nie Einen, der ihm in einem dieser Stücke gleichgekom-men wäre."

Gut, gut, Hettst sprich davon nicht mehr. Ich höre Dichnicht gerne so schwatzen. Es paßt nicht für Deine Unschuld, undWahrheit »nd Deine warmherzige Aufrichtigkeit. Laß de» HarryMarch gehen. Er verläßt uns heute Nacht, und kein Bedauernfolgt ihm von meiner Seite, wenn nicht etwa darüber, daß er solange und so zwecklos dageblieben ist!"

Ach, Judith, das ist es was ich lange gefürchtet, und ichhoffte so, er würde mein Schwager werden!"

Denke jetzt nicht mehr daran; laß uns von unserer armenMutter und von Thomas Hutter sprechen."

So sprich denn, aber mild, Schwester, denn Du kannst nichtgewiß wissen, ob nicht Geister hören und sehen. Wenn Vater ^