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Gelegenheit dar, so hier zu bleiben, wie Du es meinst. Auch ist esZeit, Hettv, daß wir, so Viel wir können 7? über unsere Ver-wandte und unsere Familie zu erfahren suchen. Es ist nicht wahr-scheinlich, daß wir ganz ohne Verwandte sind, und vielleicht freuensie sich, uns zu sehe». Der alte Schrank ist jetzt unser Eigen-thum, und wir haben ein Recht, ihn zn durchsuchen, und aus dem,was er enthält, so Viel als möglich zn erfahren. Mutter war soverschieden von Thomas Hutter, daß ichljetzt, seit ich weiß, daß wirnicht seine Kinder sind, vor Verlangen brenne, zu erfahren, WessenKinder wir denn seyn mögen. Gewiß sind Papiere in jenemSchrank, und diese Papiere geben uns vielleicht allen Aufschlußüber^unserc Eltern und Blutsfreunde."
„Nun, Judith, Dn weißt es am besten, denn Du bist unge-wöhnlich gescheut, das sagte die Mutter immer, und ich bin nurhalb klug. Nunmehr Vater und Mnttcr todt sind, frage ich nichtmehr Viel nach Verwandte», außer Dir, und glaube, ich könntesie, die ich nie gesehen, nicht so lieben wie ich sollte. Wenn Duden Hurrp nicht heirathen magst, sehe ich nicht, Wen Du zumMann wählen solltest, und dann fürchte ich, werden wir am Endedoch de» See verlassen müssen."
„Was meinst Du von Wildtödtcr, Hetty?" fragte Judith, in-dem sie sich vorwärts beugte, wie ihre arglose Schwester, undihre Verlegenheit auf eine ähnliche Weise zu verhehlen suchte.Wäre das nicht ei» Schwager nach Deinem Geschmack?"
„Wildtödter!" wiederholte die Andere, in unverstelltem Er-staunen aufschauend; „ei, Judith, Wildtödter ist nicht im Min-desten hübsch, und ist gar kein Mann für Eine wie Dn bist!"
„Er sieht nicht übel aus, Hetty, und Schönheit ist bei einemMann nichts Wichtiges."
„Denkst Dn so, Judith? Ich weiß, daß Schönheit von keinergroßen Wichtigkeit ist, bei Mann oder Weib, in den Augen Got-res; denn Mutter hat mir das oft gesagt, wenn sie dachte, ich